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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Walter Benjamin Architektur und Stadttheoretiker

In den letzten Jahren habe ich in meinen Arbeiten oft auf „Walter Benjamin“ + Bezug genommen. Seine vorwiegend in den 30er Jahren verfassten Schriften sind ein wichtiger Bestandteil meiner Architektur- und Planungstheorie. Benjamins Texte waren wichtig für meine Habilitationsschrift über...

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In den letzten Jahren habe ich in meinen Arbeiten oft auf „Walter Benjamin“ + Bezug genommen. Seine vorwiegend in den 30er Jahren verfassten Schriften sind ein wichtiger Bestandteil meiner Architektur- und Planungstheorie. Benjamins Texte waren wichtig für meine Habilitationsschrift über „Chaos und Ordnung in der modernen Architektur“ so-wie auch für meinen Vortrag zur Erlangung der Venia Legendi über den „Flaneur und die Architektur der Großstadt“ (www.uni-kassel.de/fb6/stoebe). Meine Seminare in den Jahren 2002-2006 als Privatdozentin am Fachbereich Architektur, Stadt- und Land-schaftsplanung der Uni-Kassel bezogen sich ebenfalls in wesentlichen Teilen auf die Schriften Walter Benjamins. („Chaos und Ordnung“, Transparenz“, „Andere Räume“ und „Architektur im Film“ vergl. www.uni-kassel.de/fb6/stoebe). Walter Benjamins Aufsätze „Das Kunstwerk im Zeitalter seine technischen Reproduzier-barkeit“ sowie „Über einige Motive bei Baudelaire“ und „Paris, die Hauptstadt des 19.Jahrhunderts“ nehmen inhaltlich Bezug auf den Soziologen Georg Simmel und seine Theorie der Wahrnehmung in der Moderne. Benjamins Texte „Erfahrung und Armut“ und „Der destruktive Charakter“ gehen konkret auf Architekten und Architektur ein, z.B. auf Adolf Loos und Le Corbusier. Er schrieb über die moderne Problematik der „Transpa-renz“ und über die Bauform der Passage als einer Architektur des Übergangs. Alle diese Themen sind Bestandteil einer anderen „Theorie der Moderne“. Diese Texte wurden zum großen Teil für das Institut für Sozialforschung geschrieben und mit Theodor W. Adorno diskutiert. Seine Ausführungen zur „Aura“ wurden von Jacques Derrida und Peter Eisen-man reflektiert, sie sind auch für Michel Foucault von großer Bedeutung gewesen. Diese Texte möchte ich mit interessierten Studierenden noch einmal in Ruhe lesen und dar-über eingehend diskutieren. Pflichtliteratur: Walter Benjamin: Illuminationen, Ausgewählte Schriften Band 1, Suhrkamp Taschenbuch 345, Frankfurt 1974 © + Walter Benjamin wurde 1892 geboren, studierte Philosophie und lebte als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin; er emigrierte 1933 nach Frankreich und nahm sich vermutlich auf der Flucht vor dem Nationalsozia-lismus 1940 an der Grenze nach Spanien das Leben. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SS2007 Architektur FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Privatdozentin Dr.-Ing. Stöbe Sylvia Privatdozentin Ing