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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Wieder versuchen Wieder scheitern Besser scheitern Szenografische und kuratorische Strategien in der Gegenwart

Der Begriff der Szenografie findet seit einigen Jahren einen inflationären Gebrauch, wenn es um die Be- oder Zuschreibung von Ausstellungsaufbauten, Rauminszenierungen und kuratorische Methoden geht. Kuratorenschulen in Bochum, Leipzig oder Frankfurt am Main sowie Publikationen und Forschungsprojekte über Szenografie und...

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Der Begriff der Szenografie findet seit einigen Jahren einen inflationären Gebrauch, wenn es um die Be- oder Zuschreibung von Ausstellungsaufbauten, Rauminszenierungen und kuratorische Methoden geht. Kuratorenschulen in Bochum, Leipzig oder Frankfurt am Main sowie Publikationen und Forschungsprojekte über Szenografie und Museologie versuchen darüber hinaus, eine Tendenz der Ausstellungsgeschichte und -forschung an sich zu vermitteln. Eine konkrete Definition scheint jedoch unmöglich und ist vermutlich auch zum Scheitern verurteilt. Dabei ist es insbesondere in einer kunstwissenschaftlichen Betrachtung ein relevantes Problemfeld geworden. Forschungsimpulse durch u.a. Uwe J. Reinhard aus Düsseldorf haben in den letzten Jahren eine neue Grundlage für die allgemeine Thematisierung der Kunstpräsentation geliefert. Einzelbetrachtungen und spezielle Beispiele von Ausstellungsarchitektur und szenografischen Manövern können aber induktive Wege ermöglichen, um sich der Beantwortung grundlegender Fragen anzunähern: Wie argumentieren Ausstellungsarchitekt*innen und Kurator*innen? Wie reagiert Architektur auf Kunst, auf die Künstler*innen, auf die Bestandsarchitektur und letztlich: auf die Besucher*innen? Das Seminar versucht einerseits, die neuen Tendenzen und Meinungen zu thematisieren und sich anhand der Lektüre von Texten zu historischen und gegenwärtigen kuratorischen Strategien und Ausstellungsgestaltungen dem Szenografischen anzunähern. Andererseits werden aktuelle Ausstellungen (u.a. in Frankfurt/Main und Hannover) besucht, um vor Ort ein Bewusstsein über den komplexen Begriff der Szenografie zu bilden. Es ist ausschließlich für MA geöffnet. Literatur (Auswahl): Bertron, Aurelia & Frey, Claudia (Hrg.), Projektfeld Ausstellung: eine Typologie für Ausstellungsgestalter, Architekten und Museologen / Project scope: exhibition design, Basel 2012. DASA (Hrg.), Szenografie in Ausstellungen und Museen, Reihe I-VI, Essen 2006-2014. Hemken, Kai-Uwe (Hrg.), Kritische Szenografie: Die Kunstausstellung im 21. Jahrhundert, Bielefeld 2015. Klüser, Bernd & Hegewisch, Katharina (Hrg.), Die Kunst der Ausstellung. Eine Dokumentation dreißig exemplarischer Kunstausstellungen dieses Jahrhunderts, Leipzig 1991. Müller, Anna & Möhlmann, Frauke (Hrg.), New Exhibition Design 19002000, Stuttgart 2014. Reinhardt, Uwe J. & Teufel, Philipp (Hrg.), Neue Ausstellungsgestaltung 01: New Exhibition Design 01, Stuttgart 2007. Reinhardt, Uwe J. & Teufel, Philipp (Hrg.), Neue Ausstellungsgestaltung 02: New Exhibition Design 02 Stuttgart 2010. Bemerkung Module MA: II: II 1; IV 2; V 2   L1: Modul 2, 6, 7 L2: Module 3, 12, 13, 14 L3: Module 4, 13, 14, 15, 16, 24 Voraussetzungen Teilnahmebedingungen: Regelmäßigen Teilnahme, die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen sowie die individuelle Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen werden vorausgesetzt. Kunsthochschule Kassel Teilnahmebedingungen: Regelmäßigen Teilnahme, die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen sowie die individuelle Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen werden vorausgesetzt. Uni Kassel WiSe 2015/16 M.A. Großpietsch Simon M.A