Uni-Düsseldorf
14. März 2017Seminar Wittgensteins Philosophiebegriff e
Ludwig Wittgenstein ist in der heutigen Philosophie v.a. für seine Sprachphilosophie, Ontologie und Philosophie des Geistes bekannt. In den letzten Jahren jedoch haben sich viele Experten auf Wittgensteins Vorstellungen zur der eigentlichen Natur der Philosophie und der richtigen philosophischen Methode...
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Jetzt Lernplan erstellenLudwig Wittgenstein ist in der heutigen Philosophie v.a. für seine Sprachphilosophie, Ontologie und Philosophie des Geistes bekannt. In den letzten Jahren jedoch haben sich viele Experten auf Wittgensteins Vorstellungen zur der eigentlichen Natur der Philosophie und der richtigen philosophischen Methode konzentriert. Viele Wittgenstein-Interpreten glauben sogar, dass Wittgensteins Metaphilosophie das eigentliche Fundament seiner gesamten Philosophie ist. Wittgenstein hat bekanntlich seine Ansichten im Laufe seiner (relativ kurzen) Karriere stark verändert oder ganz umgeworfen, daher unterscheidet man zwischen der frühen und der späten Schaffensphase. Obwohl diese Unterscheidung oft in Frage gestellt wird, hat sie doch eine gewisse Berechtigung. Im Seminar werden wir uns daher zunächst auf Wittgensteins frühe Metaphilosophie wie sie im Tractatus logico-philosophicus entwickelt wird, konzentrieren. In der zweiten Semesterhälfte widmen wir uns dann einschlägigen Paragraphen aus den Philosophischen Untersuchungen. Neben der Diskussion der Primärtexte, ziehen wir Beiträge aus der aktuellen Wittgensteinforschung von Cora Diamond, Peter Hacker und Paul Horwich heran. Ein Reader wird hierfür bereitgestellt. Konzentrieren werden wir uns auf zwei Fragen: Werden die genannten Interpretationen Wittgensteins Gedankengebäude gerecht? Und v.a.: Lässt sich Wittgensteins Metaphilosophie überzeugend begründen. Thematische Vorschläge zum Seminarablauf von Seiten der Studierenden sind aber sehr willkommen. Feststeht, dass auch nach mehreren Jahrzehnten Wittgensteinforschung es immer noch unklar bleibt, was Wittgenstein über unser Geschäft dachte, feststeht aber auch, dass seine Philosophiebegriffe nicht bloß Nebenprodukte seiner übrigen Ansichten sind, sondern ein integraler Teil seines Schaffens.
• Diamond, Cora (1984/1985/1990): Throwing Away the Ladder: How to Read the ‚Tractatus‘. In: dies.: The Realistic Spirit: Wittgenstein, Philosophy, and the Mind. Cambridge/London: MIT Press.1995. 179-204.
• Hacker, Peter M. S (2000): Was He Trying To Whistle It. In: Crary, Alice/ Read, Rupert: The New Wittgenstein. London/New York: Routledge 2000. 353-388.
• Horwich, Paul (2012): Wittgenstein’s Metaphilosophy. Oxford: Clarendon Press 2012.
• Wittgenstein, Ludwig (1921): Tractatus logico-philosophicus. In: ders.: Werkausgabe. 8 Bde. Bd. 1. Frankfurt: Suhrkamp 2006. 7-85.
• Wittgenstein, Ludwig (PU): Philosophische Untersuchungen. In: ders.: Werkausgabe. 8 Bde. Bd. 1. Frankfurt: Suhrkamp 1984. 225-580.READER WIRD BEREITGESTELLT
Philosophie (Master, PO 2013)
Universität Düsseldorf
SoSe 2016
Minkin Daniel