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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar Wutbürger gegen Lügenpresse Was tun wenn Fakten bedeutungslos werden

Im 1. Teil theoretische Erarbeitung der Ausgangslage: AfD und Pegida sind kein allein deutsches Phänomen. Überall in Europa sinkt die Zahl derjenigen, die sich in der parlamentarischen Demokratie noch repräsentiert fühlen. Die Europa-Skeptiker nehmen zu. Nach dem Brexit könnte eine...

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Im 1. Teil theoretische Erarbeitung der Ausgangslage:   AfD und Pegida sind kein allein deutsches Phänomen. Überall in Europa sinkt die Zahl derjenigen, die sich in der parlamentarischen Demokratie noch repräsentiert fühlen. Die Europa-Skeptiker nehmen zu. Nach dem Brexit könnte eine erklärte und rechtspopulistische EU-Feindin zur französischen Präsidentin gewählt werden. Obwohl all diese Kräfte mit nachweislich falschen, häufig sogar mit gefälschten Informationen arbeiten, hält der Zustrom von Sympathisanten an. Die Nachrichtendienste warnen vor der zunehmenden Gewaltbereitschaft rechtsextremistischer Gruppierungen. Die verbalen, zunehmend aber auch die körperlichen Übergriffe gegen Andersdenkende nehmen zu. In dieser Kakophonie: Wie müssen sich die Medien positionieren, um noch Gehör zu finden? Welche Rolle spielen sie im Kampf der Zivilgesellschaft um die Demokratie? Welche Rolle spielt das Internet bei der Emotionalisierung der gesellschaftlichen Auseinandersetzung? Ist Zivilcourage Luxus oder demokratische Pflicht? Woran liegt es, dass Journalisten in der Glaubwürdigkeitsskala ganz dicht bei den Politikern liegen - nämlich weit hinten? Wie lässt sich das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien wieder herstellen?   Im 2. Teil dann die Praxis: Wir sind die Nachrichtenredaktion einer regionalen Tageszeitung und wollen versuchen, uns der neuen Situation anzupassen. Anhand ausgesuchter Informationen aus dem Internet sollen die Kursteilnehmer Grundkenntnisse der Recherche im und außerhalb des Internets erwerben. Gemeinsam soll eine Strategie entwickelt werden, wie die von uns recherchierten Fakten sich -Gehör- auch bei denen verschaffen können, die sich von verifizierten Inhalten immer weniger beeindrucken lassen. Neue Darstellungsformen? Kann Daten-Journalismus helfen? Wie unsere -Wutleser- einbeziehen, vielleicht gar -umgarnen-? Wie umgehen mit Hass- und Gewaltkommentaren der Leser? Institut für Medien- und Kulturwissenschaft Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 von Dohnanyi Johannes