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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Sonderveranstaltung VIDEO BOX

Das Haus der Universität und das Inter Media Art Institute (imai) starten im Oktober die Reihe VIDEO BOX, in der in regelmäßigen Abständen Film- und Videokunst aus den Beständen des imai präsentiert und zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern diskutiert...

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Das Haus der Universität und das Inter Media Art Institute (imai) starten im Oktober die Reihe VIDEO BOX, in der in regelmäßigen Abständen Film- und Videokunst aus den Beständen des imai präsentiert und zusammen mit den Künstlerinnen und Künstlern diskutiert wird. Freitag, 30. Oktober, 19.30 Uhr: Die Mauer – Der vertikale Horizont Ein Projekt von Rotraut Pape 1989−2014, UHD/HD, 131 Min., Split Screen, Stereo, 2015 Rotraut Pape: -Die Mauer und das, wofür sie stand, zog sich als negativer Horizont quer durch mein Leben, das fünf Jahre vor Mauerbau 1956 in Berlin begann. Bereits eine Woche nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 war ihr Verschwinden absehbar. Ich ging daher am 17. November 1989 mit einer Kamera noch einmal an ihr entlang. Der zweieinhalbstündige Parcours beginnt an der Spree in der Köpenicker Straße in Kreuzberg, folgt der stellenweise bis unter den Rand bemalten Mauer an ausgestorbenen Straßen vorbei zum Checkpoint Charlie, im Bogen um den Potsdamer Platz herum zum Brandenburger Tor und endet nach sieben Kilometern hinter einem maroden Reichstag mit dem Blick auf die Spree, dort, wo jetzt die neuen Regierungsgebäude stehen. Während eines Vierteljahrhunderts machte ich mich immer wieder auf den Weg entlang der Spur quer durch die Berliner Innenstadt, die die Mauer verursacht hatte. Als der Reichstag von Christo und Jeanne-Claude verhüllt war, zur ersten Loveparade am Brandenburger Tor, zum Jubiläum der Deutschen Einheit. Der Film setzt die Berliner Mauer in ihrer physischen Gewaltigkeit und emotionalen Präsenz im Alltag einer Stadt – und gleichzeitig die Auswirkungen ihres Verschwindens auf die Stadt – konsequent in Szene: Eine visuelle Langzeit-Beobachtung der deutsch-deutschen Wiedervereinigung. Nach 25 Jahren ist die Narbe, die die Mauer im Stadtbild hinterlassen hat, fast verheilt, Leben wuchs mit atemberaubender Geschwindigkeit von beiden Seiten über den Todesstreifen ins Niemandsland. Der Film soll diesem Prozess ein Denkmal setzen.- Der Film hatte Anfang Oktober 2015 Premiere und wird nun erstmals in Nordrhein-Westfalen gezeigt. Rotraut Pape ist Professorin für Film und Video an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Sie wird anwesend sein und den Film kommentieren. Kuratiert von Dr. Renate Buschmann Weitere Termine (nähere Informationen folgen): Freitag, 27. November, 19.30 Uhr: Spuren und Grenzen Kuratiert von Darija Šimunovic (M.A.) Freitag, 18. Dezember, 19.30 Uhr: Von der Trauer des Abschieds und der Freude des Ankommens Kuratiert von Dr. Renate Buschmann Freitag, 12. Februar, 19.30 Uhr: Different Shootings Kuratiert von Dr. Jessica Nitsche Studium Universale Universität Düsseldorf WiSe 2015/16 Dr. auf der Horst Christoph