Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Kassel
17. Juli 2017

Sonstiges Im Zeichen des Geschlechts – Repräsentationen Konstruktionen Interventionen

Repräsentation wurde in bisherigen Diskussionen sowohl in ästhetischen, sozialen als auch politischen Kontexten oft als Abbild, Darstellung oder Vertretung verstanden. Als Zeichen für etwas Abwesendes bezieht sich Repräsentation auf vorgängig Vor-handenes. Nach diesem Verständnis entsteht Bedeutung abbildlogisch und die ver-schiedenen...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Repräsentation wurde in bisherigen Diskussionen sowohl in ästhetischen, sozialen als auch politischen Kontexten oft als Abbild, Darstellung oder Vertretung verstanden. Als Zeichen für etwas Abwesendes bezieht sich Repräsentation auf vorgängig Vor-handenes. Nach diesem Verständnis entsteht Bedeutung abbildlogisch und die ver-schiedenen Ausprägungen von Repräsentation stehen beziehungslos nebeneinan-der. Insbesondere die Gender Studies haben sich mit dem Begriff der Repräsentation als einer zentralen interdisziplinären Kategorie auseinandergesetzt, da sich in ihr die Fragen nach der politischen Teilhabe von Frauen und der Darstellung von Ge-schlecht in kulturellen Imaginationen verschränken. Das interdisziplinäre Symposium möchte die Bedeutungsvielfalt von Repräsentation nutzen und die Verbindungen zwischen den diversen Repräsentationsformen beto-nen. Denn die verschiedenen Ausprägungen des Repräsentationsbegriffs in den je-weiligen Kontexten – ästhetischen, sozialen, politischen – bergen zwar die Gefahr für Missverständnisse, eröffnen aber auch die Möglichkeit für Interventionen. Ansatzpunkt ist dabei, dass Repräsentationen nicht einfach vorgängig Gegebenes abbilden, sondern dieses in produktiven Prozessen konstruieren. Bedeutung ist dem-nach nicht eindeutig ablesbar, sondern wird durch Rezeption und Interaktion herge-stellt. Insofern sind Bedeutungen nicht festgeschrieben, sondern bleiben – trotz herr-schender Machtverhältnisse – offen für Interventionen. Das Symposium fragt, wie diese Interventionsmöglichkeiten im Rahmen einer kriti-schen Perspektive auf Geschlechterverhältnisse in wissenschaftlichen und anderen Öffentlichkeiten genutzt werden können. Repräsentationen von Geschlecht werden in folgenden Themenfeldern untersucht: soziale Prozesse und politische Praxen, recht-liche Strukturen und demokratische Institutionen, Körperlichkeit, Selbstverhältnisse und Identitäten sowie ästhetisch-kulturelle Repräsentationen. Mit Beiträgen von: Prof. Dr. Hannelore Bublitz (Paderborn), Prof. Dr. Sarah Burns (Indiana, USA), Bea-trice Bösiger (Wien, Österreich) , Dr. Encarnacion Gutierrez Rodriguez (Manchester, UK), Prof. Dr. Shireen Hassim (Johannesburg, Südafrika), Dr. Judith Klinger (Pots-dam), Prof. Dr. Doris Kolesch (Berlin), Dr. Tomke König (Basel, Schweiz), Prof. Dr. E-lisabeth Holzleithner (Wien, Österreich), Sara Paloni (Wien, Österreich) Veranstalterinnen: IAG Frauen- und Geschlechterforschung, Universität Kassel Cornelia Goethe Centrum, J. W. Goethe Universität Frankfurt IAG Frauen- und Geschlechterforschung Uni Kassel WS 2007/2008 IAG Frauen und Geschlechterforschung