Uni-Düsseldorf
14. März 2017Übung Der phantastische Film
Seitdem die Bilder laufen lernten, nutzen die Filmschaffenden das neue Medium, um Inhalte zu transportieren, die den Regeln der uns umgebenden Realität wiedersprachen, diese abstrahierten oder gar ad absurdum führten. Nicht mehr die Abbildung von Realität, sondern die Erschaffung einer...
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Jetzt Lernplan erstellenSeitdem die Bilder laufen lernten, nutzen die Filmschaffenden das neue Medium, um Inhalte zu transportieren, die den Regeln der uns umgebenden Realität wiedersprachen, diese abstrahierten oder gar ad absurdum führten. Nicht mehr die Abbildung von Realität, sondern die Erschaffung einer nur der Logik der Strukturen des Kinos gehorchenden Welt stand nun im Mittelpunkt. In der Folge entstand ein Potpourri verschiedener Werke, die wir heute den Genre des Horrors, Science-Fiction oder Thrillers zuordnen können.Ihre mitunter utopischen und dystopischen Zukunftsvisionen etablierten Mechanismen, visuelle Welten und Narrationsstrukturen, die sich heute als feste Elemente im Fundus der Filmsprache wiederfinden. Damit erschufen sie eine neue, visuelle und nur im Kino wahrzunehmende Welt. Eine Sphäre des phantastischen Experiments, sowohl in technischer und gesellschaftlicher Hinsicht aber auch in Bezug auf das Spiel mit dem Übernatürlichen.
Das Seminar wird die frühe Phase der Entwicklung des phantastischen Films, bis hinein in die fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts beleuchten. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf den Produkten der deutschen und US-amerikanischen Filmindustrien liegen. Da das Produkt Film immer dem Kontext seiner Entstehung verpflichtet ist, wird es unter anderem Aufgabe sein, die auf die Filmindustrie wirkenden Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen gesellschaftlicher, politischer und technischer Art an einigen ausgewählten Beispielen ebenso herauszuarbeiten, wie eine Analyse der Rezeptionsgeschichte zu betreiben.
Geschichte (BA, PO 2011) Ergänzungsfach
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Theveßen Daniel