Uni-München
14. März 2017Übung Dramaturgie des Jugendtheaters Lektüre von Theatertexten Jahnke
Dramaturgie des Jugendtheaters Auch wenn es in der Weimarer Republik vereinzelt Stücke für ein jugendliches Publikum gegeben hat, beginnt die Geschichte des Jugendtheaters erst Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Um näher an den jugendlichen Wirklichkeit zu sein, entwickelte...
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Auch wenn es in der Weimarer Republik vereinzelt Stücke für ein jugendliches Publikum gegeben hat, beginnt die Geschichte des Jugendtheaters erst Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Um näher an den jugendlichen Wirklichkeit zu sein, entwickelte sich eine Dramaturgie, die auf die gesellschaftliche und kulturelle Wirklichkeit des jungen Publikums zu reagieren versuchte. Wenn in den 70ern und 80ern politisch relevante Themen wie Friedensbewegung, Drogen oder die Situation von Hauptschülern im Revueform entstanden, so hat sich seit Ende der 80er die Jugendtheaterdramaturgie ausdifferenziert, ist sehr viel komplexer geworden, z.T. identisch mit der Dramenproduktion insgesamt. Autoren wie Marianna Salzmann, Hans-Werner Kroesinger, Simon Stephens oder Wajdi Mouawad sind in beiden Genres zu Hause. Bei der Lektüre der Texte wird bei der Analyse von Aufbau, Sprache und Figurenbeziehung sehr stark auf die Fragen konzentriert: Aus welcher Perspektive werden die Geschichten erzählt (aus der der Jugendlichen oder der Erwachsenen)? Was für ein Bild von -Jugend- haben die AutorInnen? Darüber hinaus werden die Stücke in Beziehung gesetzt zur Geschichte und Praxis des Jugendtheaters. Hierzu gehören auch Aufführungsbesuche an der SchauBurg München und den Kammerspielen München. U.a. werden -Supergute Tage- von Simon Stephens, -Tschick- von Herrndorf, -Ehrensache- von Lutz Hübner, -Weißbrotmusik- von Marianna Salzmann, -Die Schaukel- von Ednaa Mazja oder -Die Durstigen- von Mouawad dabei sein. Eine genaue Literaturliste, sowie weitere Informationen stehen ab Mitte Juli zur Verfügung.
W3-Professur für Theaterwissenschaft (Univ. Prof. Dr. Christopher Balme)
Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik Theater:
- Klausur 90 Minuten, über -Lektüre von Theatertexten- und Vorlesung -Theaterformen im historischen Kontext-
- Übungsaufgaben, ges. ca. 5.000 Zeichen
6 ECTS für Modul(teil) -Spezielle Themen der Theatergeschichte I-, nur in Verbindung mit -Theaterformen im historischen Kontext-, für Klausur und Übungsaufgaben oder Referat.
Leistungsnachweis Magister Theaterwissenschaft: Referat und Hausarbeit, für Proseminar II-Schein
Leistungsnachweis Diplom Dramaturgie: Referat und Hausarbeit, für Schein Werkanalyse Schauspiel
LMU München
WiSe 1617
Dr.
Jahnke Manfred