Uni-München
14. März 2017Übung Entwicklung und Veränderung von Seen und Mooren in Oberbayern vom Spätglazial bis zum Neolithikum II Übung Exkursion
Bei Mooren handelt es sich in Oberbayern häufig um Verlandungsmoore, die aus einer Stillwassersituation hervorgegangen sind. Hier sedimentierte zunächst Seeschlamm, bevor sich vom Gewässerrand her Ufervegetation etablierte und zu einem allmählichen -Zuwachsen- des Sees mit der der Bildung bzw. Ablagerung...
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Jetzt Lernplan erstellenBei Mooren handelt es sich in Oberbayern häufig um Verlandungsmoore, die aus einer Stillwassersituation hervorgegangen sind. Hier sedimentierte zunächst Seeschlamm, bevor sich vom Gewässerrand her Ufervegetation etablierte und zu einem allmählichen -Zuwachsen- des Sees mit der der Bildung bzw. Ablagerung von Torfschichten führte. Von Bedeutung gerade auch für die Archäologie kann sein, wie ein solcher Vorgang der Verlandung und Moorbildung in zeitlicher und räumlicher und auch in vegetationsdynamischer Hinsicht abgelaufen ist, hat sich doch ein Standort, der für Menschen in vor- und urgeschichtlicher Zeit eventuell von Bedeutung war, so im Laufe der Zeit vollständig verändert
Im Rahmen der Übung werden zunächst moorkundliche Grundlagen vermittelt; und danach Moorprospektionen durchgeführt mit dem Ziel, in bestimmten Abständen und an möglichst vielen Punkten den Übergang von Seeablagerung und Torf zu bestimmen und hiervon eine Sedimentprobe zu bergen, welche pollenanalytisch bearbeitet werden. So kann schließlich mit Hilfe einer relativchronologischen Datierung der Ergebnisse der Pollenanalysen die Verlandungsgeschichte des Moores räumlich und zeitlich möglichst exakt rekonstruiert werden.
In dieser Übung werden Arbeiten im Haspelmoor westlich Fürstenfeldbruck, welche im Teil I der Übung im vergangenen Semester durchgeführt wurden, fortgeführt. Die Teilnahme an Teil I der Übung ist nicht Teilnahmevoraussetzung für diese Übung. Studierende mit Kenntnissen der Pollenanalyse werden bevorzugt berücksichtigt.
Exkursionen, Prospektionsarbeiten und Auswertungen im Institut finden nach Vereinbarung statt. Leistungsnachweis ist ein kurzes Exkursionsprotokoll sowie die Darstellung der Prospektionsergebnisse.
Die Anmeldung kann auch in der Vorbesprechung Vor- und Frühg. Arch., Montag, 11.04.2016, 8-10 Uhr c.t., Geschw.-Scholl-Pl. 1 (M), M 114 erfolgen.
Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde
LMU München
SoSe 2016
Dr.
Peters Michael