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Uni-München
14. März 2017

Übung Wandlungsprozesse im ländlichen Raum Bayerns nach 1945

Im Flächenland Bayern spielt der ländliche Raum bis heute eine zentrale Rolle: Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in ihm und 45% der Bruttowertschöpfung werden dort erwirtschaftet. Zudem sind über 80% Bayerns Wald- oder Landwirtschaftsflächen. Auch in der Selbstdarstellung Bayerns...

Was lernst du wirklich?

Diese Übung beleuchtet, wie sich der ländliche Raum in Bayern seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs grundlegend verändert hat. Du lernst die prägenden Faktoren wie Migration, Strukturwandel in der Landwirtschaft und staatliche Politik kennen, die nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Lebensweise der Menschen beeinflusst haben. Anhand konkreter Beispiele und aktueller Forschung erschließt du verschiedene historische Zugänge zu diesen Wandlungsprozessen.

Das wirst du lernen

  • Du verstehst die komplexen Wandlungsprozesse im ländlichen Raum Bayerns seit 1945.
  • Du kannst die Auswirkungen von Migration, Landwirtschaftsreformen und staatlicher Politik auf die ländliche Entwicklung analysieren.
  • Du lernst, historische Quellen und Forschungsmethoden zur Untersuchung regionaler Veränderungen anzuwenden.
  • Du kannst die Rolle verschiedener Akteure (Staat, Verwaltung, lokale Gemeinschaften) bei diesen Transformationen bewerten.
  • Du entwickelst Ansätze für eigene Forschungen zu spezifischen lokalen und regionalen Fällen.

Passende Berufsfelder

Öffentliche Verwaltung und RegionalentwicklungHistorische Forschung und ArchivwesenKulturmanagement und MuseenPolitikberatung und -analyseJournalismus und Öffentlichkeitsarbeit mit regionalem Fokus

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Offizielle Kursbeschreibung

Im Flächenland Bayern spielt der ländliche Raum bis heute eine zentrale Rolle: Über die Hälfte der Bevölkerung lebt in ihm und 45% der Bruttowertschöpfung werden dort erwirtschaftet. Zudem sind über 80% Bayerns Wald- oder Landwirtschaftsflächen. Auch in der Selbstdarstellung Bayerns dominiert nach wie vor das Bild einer bäuerlich strukturierten Kulturlandschaft. Doch hat gerade der ländliche Raum in Bayern sein Gesicht seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs radikal verändert. Der Zuzug von Vertriebenen und Flüchtlingen nach 1945, die Mechanisierung und der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die intensive staatliche Infrastruktur- und Wirtschaftspolitik, die Massenmobilisierung, die Expansion der staatlichen Verwaltung ebenso wie der Bildungsmöglichkeiten in der Fläche des Landes sind nur einige der prägenden Faktoren dieser Verwandlung. Diese Prozesse wirkten sich nicht nur auf die Gestalt des Landes, sondern auch auf Mentalitäten, Selbstbilder und Lebensentwürfe seiner Bewohner aus – und verliefen nicht immer ohne Brüche. Die Übung will unter Rückgriff auf aktuelle Forschungen verschiedene Zugänge und Quellen zur Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des ländlichen Raums in Bayern seit 1945 erschließen, wobei ein Schwerpunkt auf den Akteuren in Staat, Verwaltung und vor Ort liegt. Ziel ist es, den Teilnehmern durch die Beschäftigung mit konkreten lokalen und regionalen Fällen Ansätze für weitere Forschungen zu eröffnen. Prüfungsformen im BA und mod. LA: RE. Balcar, Jaromír: Politik auf dem Land. Studien zur bayerischen Provinz 1945 bis 1972, München 2004. Eichmüller, Andreas: Landwirtschaft und bäuerliche Bevölkerung in Bayern. Ökonomischer und sozialer Wandel 1945-1970. Eine vergleichende Untersuchung der Landkreise Erding, Kötzting und Obernburg, Rieden 1997. Grüner, Stefan: Geplantes -Wirtschaftswunder-? Industrie- und Strukturpolitik in Bayern 1945 bis 1973, München 2009. Lehning, Norbert: Bayerns Weg in die Bildungsgesellschaft. Das höhere Schulwesen im Freistaat. Bayern zwischen Tradition und Expansion 1949/50-1972/73, München 2006. Anmeldung Ab sofort durch Listeneintrag in der Ludwigstr. 14. Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften LMU München SoSe 2016 Gerhardt Raphael