Uni-Siegen
14. März 2017Unfreiwilligkeit als Lösungsverhalten
Fachkräfte sozialer Arbeit haben oft den Auftrag, Gefahr oder Schaden für die Klienten selbst oder/und für andere abzuwenden. Sie sollen sowohl Hilfe anbieten wie soziale Kontrolle ausüben. Die Arbeit in solchen »Zwangskontexten« bringt eine ganze Reihe von Schwierigkeiten mit sich:...
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Jetzt Lernplan erstellenFachkräfte sozialer Arbeit haben oft den Auftrag, Gefahr oder Schaden für die Klienten selbst oder/und für andere abzuwenden. Sie sollen sowohl Hilfe anbieten wie soziale Kontrolle ausüben. Die Arbeit in solchen »Zwangskontexten« bringt eine ganze Reihe von Schwierigkeiten mit sich:
• Die KlientenInnen erleben angebotene Hilfe häufig als Einmischung und Kontrolle.
• Die Anforderungen an Veränderung bzw. Nicht-Veränderung sind stark polarisiert und konfliktreich.
• Das Prinzip der »Freiwilligkeit« ist in Frage gestellt, was zu Unsicherheiten im eigenen fachlichen Selbstverständnis führt.
• Drohung, Eskalation und Resignation dominieren häufig die Dynamik sowohl im Klienten- wie im Helfersystem.
• Beide Seiten zeigen sich pessimistisch in Bezug auf einen Erfolg der Unterstützung.
Es gilt also, diesen Zyklus von Hilfsangebot – Ablehnung – Ratlosigkeit – Resignation zu durchbrechen, d.h.:
• Wie kann bei dieser Ausgangslage Vertrauen, Motivation und Kooperation aufgebaut werden?
• Wie können Aspekte von -Zwang- im Sinne von Vertrauen und Kooperation genutzt werden?
• Wie kommen Klienten- und Helfersystem zu einer gemeinsamen Problem-Beschreibung?
• Was ist bei der Auftragsklärung besonders zu beachten?
• Wie lassen sich Abwertungsschleifen erfolgreich unterbrechen?
Mit theoretischen Impulsen, Übungen in Plenum und Untergruppen und anhand von vorgestellten Fällen werden diese Fragen geklärt.
2 CP Transkription eines Beratungsgespräches von 15 Min.
3 CP Aufarbeitung des Gespräches und Herstellung theoretischer Bezüge
Mal ehrlich ich weiß nicht was das bringen soll - Beratung in Zwangskontexten in der Sozialpädagogischen Familienhilfe
Universität Siegen
SoSe 2011
Beratung im Zwangskontext - Arbeit mit Einzelnen und Familien
Beteiligung bei der Hilfeplanung trotz eingeschränkter Freiwilligkeit
Motivierende Gesprächsführung