Uni-Siegen
14. März 2017Usability und Empirically Based Design
Empirie ist eine zentrale Erkenntnisquelle für Technikgestalter. Softwareentwickler können durch Tests etwa Performanzparameter ermitteln, ggf. auch unter Einbezug von Nutzern. Usabilitytests etwa ermitteln in Laborsituationen, ob ein Produkt antizipierte Use Cases unterstützt oder in Nutzungskrisen führt. Neben solchen laborgestützten Test...
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Jetzt Lernplan erstellenEmpirie ist eine zentrale Erkenntnisquelle für Technikgestalter.
Softwareentwickler können durch Tests etwa Performanzparameter ermitteln, ggf. auch unter Einbezug von Nutzern. Usabilitytests etwa ermitteln in Laborsituationen, ob ein Produkt antizipierte Use Cases unterstützt oder in Nutzungskrisen führt.
Neben solchen laborgestützten Test können auch in-situ Tests -vor Ort-,
d.h.: in alltagspraktischen Gebrauchssituationen, erfolgen. Zudem können neben antizipierten Use Cases auch unerwartete Nutzungsformen studiert werden, etwa im Rahmen von Technikfolgenabschätzung.
Vor allem aber kann die Abfolge: Entwicklung - Empirie invertiert werden. Diesen Umkehrfall, auch wenn er iterativ mehrfach durchlaufen wird, kann man als -empirische Designmethoden- bezeichnen - und damit ein Ozymoron formulieren: was bei der Technikentwicklung Design ist, kann auch durch noch so gute empirische Erkenntnis nicht ersetzt werden, ebenso umgekehrt. Und doch kann Empirie für gutes Design hilfreich, ja unverzichtbar sein. Das stellt jedoch auch besondere Anforderungen an die Empirie.
Im Rahmen der Vorlesung sollen einige empirische Methoden vorgestellt und im Rahmen des Praktikums auch eingeübt werden. Dabei soll vor allem der Zusammenhang mit Design im Vordergrund stehen. Bei der Auswahl der empirischen Methoden wird weniger auf Vollständigkeit als auf kritische Reflexivität abgestellt: bei den Hörern soll anhand exemplarischen Lernens ein Bewusstsein für die theoretischen Hintergründe einzelner wichtiger Methoden entwickelt werden, auf dessen Basis sie sich weitere Methoden selbst aneignen, selbstkritisch nutzen und die Ergebnisse überzeugend kommunizieren können.-
Human Computer Interaction, Master, PO 2009
mündliche Prüfungen
Universität Siegen
SoSe 2014
Wirtschaftsinformatik und Neue Medien
Wirtschaftsinformatik / IT für die alternde Gesellschaft
Jun.-Prof. Dr.
Müller Claudia Jun