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Uni-Siegen
14. März 2017

Venedig intermedial

-Der Begriff der Intermedialität ist in den letzten Jahren zunehmend gebräuchlicher geworden (vgl. bspw. Prümm 1988; Eicher 1994). Er soll der immer offenkundigeren Tatsache, daß Medien nicht für sich alleine bestehen, sondern immer schon in komplexen medialen Konfigurationen stehen und...

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-Der Begriff der Intermedialität ist in den letzten Jahren zunehmend gebräuchlicher geworden (vgl. bspw. Prümm 1988; Eicher 1994). Er soll der immer offenkundigeren Tatsache, daß Medien nicht für sich alleine bestehen, sondern immer schon in komplexen medialen Konfigurationen stehen und dadurch stets auf andere Medien bezogen sind, Rechnung tragen.- Zitat: J. Schröter, (http://www.theorie-der-medien.de/text_detail.php?nr=12) Venedig als Hintergrund für intermediale kulturprodukte liefert eine ideale Kulisse. Nicht nur die ersten Klassiker der ital. Literatur haben sich mit Venedig auseinandergesetzt: Diese Stadt hat bekanntlich auch J. Ruskin (The stone of Venice), Shakespeare, Goethe, Lord Byron, Proust, Thomas Mann, H. Hesse und zahlreiche Schiftsteller aus aller Welt bis in die Gegenwart inspiriert. Der venezianischer Komponist Luigi Nono schrieb: -a Venezia s’impara a vedere e ascoltare l’invisibile e l’inaudibile, le pietre i mattoni, lo scuro, l’acqua, la luce, le cose ci parlano”. T. Scarpa und J. Brodsky stellen sie sich vor, Venedig als Fisch oder als Katze am besten zu erfahren ( -Io sono un gatto” Brodskij venne folgorato da questa sensazione di assoluta animalesca felicità una mattina a Venezia strusciando un muro in Fondamenta dei Mendicanti e strizzando gli occhi per guardare il sole. Da quel momento ci fu sempre un gatto dentro di lui e se non fosse stato per quel gatto scrisse -a quest’ora mi arrampicherei sui muri di qualche istituto per ospiti di lusso”.) Im Film wird Venedig ständig zitiert (D. Risi, 1958, -Venezia, La luna e tu-, N. Roeg, 1973, -A Venezia... un dicembre rosso shocking-, Antonioni, 1982, -Identificazione di una donna-, -Anonimo veneziano- von E.M. Salerno, 1970, Spielbergs -IndianaJones-, 1983 und viele, viele mehr). A. Vivaldi, lange vor Nono, ließ sich in Venedig zu den berühmten -Vier Jahreszeiten- inspirieren. Also Venedig bleibt eine nicht zu versiegende Quelle der Inspiriation, der Sinne, auch der 'Über'Sinne (siehe Roegs Film). Ein Exkursus diesem Roten Faden (Intermedialität/Venedig) entlang werden wir im Seminar präsentieren. Bitte Beachten Sie: dieses Seminar wird täglich in der Woche zwischen dem 27.09. und dem 02.10. in dem Raum 'Tonstudio' (AR- A-Trakt) von 10 bis ca. 15/16 Uhr (wegen den Filmen kann keine exakte Dauer angegeben werden) stattfinden. Es werden keine Abwesenheiten entschuldigt. Jeder Teilnehmer des Kompaktseminars wird bereits vor dem Seminar ein Thema ausgesucht und vorbereitet haben (Referat). Ich habe viele Vorschläge (siehe Seminarprogramm), würde mich aber auch über Ihre Vorschläge freuen. Bitte kontaktieren Sie mich bis Mitte September, damit das endgültige Seminarverlauf rechtzeitig festgelgt werden kann. Hier meine (vorläufige) Themenauswahl: WS 2010/2011 – Kompaktseminar -Venedig Multimedial- Seminarablauf 27.September Vormittag Eine Stadt und ihre Geschichte NachmittagReichtum, Land und Meer, Politische Struktur der Seerepublik 28.September Vormittag Medial, intermedial, multimedial: eine Erklärung Venedig in der Literatur: zwischen Hauptrolle und Kulisse NachmittagVenedig im Theater und Film, in der Kunst und Musik: ein Überblick 29.September Vormittag Nievo: Venedig als Heimat, Casanova: Memoien und Verfilmungen Goethe, Seume, Byron, Sterne, Proust: Venedig als Etappe des ‚Grand Tour’ Nachmittag Literatur und Film: -Wenn die Gondeln Trauer tragen- ((Originaltitel: Don’t Look Now) des Regisseurs N. Roeg, 1973. Der Film basiert auf einer Erzählung von Daphne du Maurier. 30.September VormittagLiteratur und Film: Thomas Mann /L. Visconti: -Tod in Venedig- NachmittagBelletristik/Hörbuch und TV-Serien: Donna Leons’s ‚Commissario Brunetti’ 01.Oktober VormittagMalerei und Musik: Venedig sehen, Venedig hören! Nachmittag Indiana Jones und James Bond in Venedig 02.Oktober VormittagVenedig heute: Brinkmann, Scarpa, Brodskij, Begley NachmittagAuch Shakespeare wäre gern in Venedig gewesen! Film: -Pane e tulipani-, Regie von Soldini, 2000 LITERATUR: Zu Venedig im Allgemeinen: Script zuim Vervielfältigen bei MankelMuth (fragen Sie bitte dort nach dem Seminar zu Venedig unter meinem Namen) Zu Venedig in der Literatur (als Einstieg in das Thema): Loquai, Franz (Hrsg.), Das Licht von San Marco, Ein Venedig-Lesebuch (Goldmann Verlag München, 2002 Romanistik - Sprachpraxis Universität Siegen WiSe 2010/11 Dr. Roman del Prete Laura