Uni-Siegen
14. März 2017Verkörperungen Theorien Konzepte Fallstudien
Der Körper gilt als Kommunikationsmittel, als Ausdrucks- und Erkenntnismedium, als Artefakt und nicht zuletzt als Projektion. Er ist Wahrnehmungsapparat, Gedächtnis und Speicher, Träger von Informationen, System und vieles mehr. Als Forschungsobjekt ist er für viele Wissenschaftsdisziplinen von Interesse und entsprechend...
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Jetzt Lernplan erstellenDer Körper gilt als Kommunikationsmittel, als Ausdrucks- und Erkenntnismedium, als Artefakt und nicht zuletzt als Projektion. Er ist Wahrnehmungsapparat, Gedächtnis und Speicher, Träger von Informationen, System und vieles mehr. Als Forschungsobjekt ist er für viele Wissenschaftsdisziplinen von Interesse und entsprechend breit und ausdifferenziert sind die Perspektiven, Konzeptionen, Klassifikationen und Diskurse. Die omnipräsente Thematisierung, Visualisierung und in jüngster Zeit auch Technologisierung des Körpers, die in und über verschiedene Medien erfolgt, spiegelt sich auch in der Forschung wider.
Das Seminar beschäftigt sich mit verschiedenen Zugängen und Forschungsfeldern, die den Konnex Körper, Kultur und Medien in den Blick nehmen. Die wesentlichen Leitfragen lauten: In welchem Verhältnis stehen Körper, Kultur und Medien zueinander? Welche Bedeutung kommt welchen Medien beim körperbezogenen Handeln zu, wie determiniert Leib und Körper das mediale Handeln und generiert einen medialen Habitus? Welche Funktionen übernehmen Medien in Bezug auf die Herstellung des (Körper-)Selbst? Und vice versa: Auf welche Medien greifen Menschen zurück und wie eignen sie sich diese an, um sich beispielsweise ihrer Körperlichkeit zu vergewissern, sie zu demonstrieren und zu inszenieren oder auch z.B. anderen körperlich nah zu sein? Nicht zuletzt stellt sich die Frage: Wie verändern sich in mediatisierten Gesellschaften Wahrnehmungs- und Kommunikationsprozesse, die an Leib und Körper gebunden sind? Inwieweit kann von einer medialen respektive mediatisierten Subjektivierung ausgegangen werden?
Medienwissenschaftliches Seminar
Universität Siegen
SoSe 2016
Univ.-Prof. Dr.
Hoffmann Dagmar