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Uni-Siegen
14. März 2017

Verschleppung Ausbeutung und Abolitionismus 8211 Geschichte des Transatlantischen Sklavenhandels zwischen Afrika und Amerika

Sklaven galten bis ins 19. Jahrhundert hinein als begehrte Handelsware und wesentliches Element des so genannten Dreieckshandels (triangular trade) zwischen Europa, Afrika und Amerika. Überlebten sie die qualvolle Überfahrt, erwartete sie auf den Plantagen der Karibik oder in den Südstaaten...

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Sklaven galten bis ins 19. Jahrhundert hinein als begehrte Handelsware und wesentliches Element des so genannten Dreieckshandels (triangular trade) zwischen Europa, Afrika und Amerika. Überlebten sie die qualvolle Überfahrt, erwartete sie auf den Plantagen der Karibik oder in den Südstaaten der USA meist ein Leben voll harter körperlicher Arbeit in persönlicher Unfreiheit, die sich auch auf die nachfolgenden, bereits als Sklaven geborenen Generationen ihrer Kinder und Kindeskinder übertrug. Mit der Aufhebung des Sklavenhandels durch das britische Parlament im Slave Trade Act von 1807 endete zwar die britische Beteiligung am Dreieckshandel, jedoch nicht die Sklaverei an sich. Im Rahmen dieser Grundübung, die in Blockseminarform an drei Wochenendterminen im Sommersemester 2012 durchgeführt wird, werden die Rollen, die unterschiedliche koloniale Mächte und afrikanische Helfer im Rahmen des Sklavenhandels spielten, ebenso thematisiert wie die Behandlung der Menschen, denen Freiheit und Selbstbestimmung geraubt worden war. Anhand verschiedener Beispiele werden unterschiedliche Lebenswege nach der Verschleppung über den Atlantischen Ozean nachgezeichnet. Auch auf die Ende des 18. Jahrhunderts entstandene Abolitionismus-Bewegung, die im Verlauf des 19. Jahrhunderts zunächst in Europa, später auch in den USA, zur Aufhebung des Sklavenhandels und schließlich im Kontext des Amerikanischen Bürgerkriegs zur Emanzipation der Sklaven in den Südstaaten führte, gehört zu den Inhalten der Grundübung, die demographische, soziale, ökonomische, juristische, religiöse und moralische Aspekte intensiv diskutieren soll. Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der teilweise englischsprachigen Fachliteratur ist Grundbedingung der Teilnahme an dieser Grundübung. In der Lehrveranstaltung können durch regelmäßige aktive Teilnahme , die Übernahme eines Kurzreferats oder ähnlicher Aufgaben entweder zwei oder zusätzlich durch das Anfertigen einer Hausarbeit wahlweise auch vier Kreditpunkte erworben werden. Geschichte - Neuere und Neueste Geschichte Für die alten Studienordnungen gilt: Zum Seminar werden nur Studierende zugelassen, die das Proseminar Neuzeit erfolgreich absolviert haben (Kopie des Leistungsnachweises/Auszug der Studienleistungen ist vorzulegen). Für die neuen Studienordnungen gilt: Zum Aufbauseminar werden nur Studierende zugelassen, die das Grundmodul Neuere und Neueste Geschichte abgeschlossen haben (Übersicht der Studienleistungen ist vorzulegen). Für die alten Studienordnungen gilt: Durch regelmäßige, aktive Teilnahme (vorbereitende Lektüre, Gruppenarbeiten, Diskussionen) und die Übernahme eines Referats oder einer schriftlichen Ausarbeitung können zwei Kreditpunkte erworben werden. Das Erstellen einer Hausarbeit im Anschluss an die Übung ergibt zwei weitere Kreditpunkte. Spätester Abgabetermin für die Hausarbeit ist der 31. Januar 2013. Für die neuen Studienordnungen gilt: Die Studienleistung (3KP) wird durch regelmäßige, aktive Teilnahme (vorbereitende Lektüre, Gruppenarbeiten, Diskussionen) und die Übernahme eines Referats oder einer schriftlichen Ausarbeitung erbracht. Die Prüfungsleistung (3KP) für das Aufbaumodul Neuzeit kann in Form einer Hausarbeit erbracht werden, die bis zum 31. Januar 2013 eingereicht werden muss. Universität Siegen SoSe 2012 M.A. Müller Marion M.A