Uni-Kassel
14. März 2017Vorlesung Dichter Denker und die Macht Modelle Realität und Theorien
In der Vorlesung wird das Verhältnis von Dichtern und Denkern zur Macht behandelt. Ausgangspunkt sind einerseits literarische Machtmodelle, wie wir sie bei Kafka, Samjatin, Huxley, Orwell, Ionesco, Canetti, Hilbig und anderen vorfinden bzw. vorzufinden glauben, andererseits philosophisch orientierte (Nietzsche, Gustav...
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Jetzt Lernplan erstellenIn der Vorlesung wird das Verhältnis von Dichtern und Denkern zur Macht behandelt. Ausgangspunkt sind einerseits literarische Machtmodelle, wie wir sie bei Kafka, Samjatin, Huxley, Orwell, Ionesco, Canetti, Hilbig und anderen vorfinden bzw. vorzufinden glauben, andererseits philosophisch orientierte (Nietzsche, Gustav Landauer, Hannah Arendt, Carl Schmitt). Ein weiteres Thema wäre die Verstrickung in die Macht, dargestellt an konkreten Beispielen (Georg Lukács, Ernst Bloch, Brecht, Benn, Heidegger, Heiner Müller etc.). Gezeigt werden sollen aber auch die Versuche, unabhängig zu bleiben (beispielsweise Karl Kraus mit seiner Fackel, Benjamin, der späte Benn). Ein gesondertes Kapitel würden Schriftsteller und Philosophen als Dissidenten bilden.
Angesprochen sind: Literaturwissenschaftler, Philosophen und Politologen. 8.4. Literarische Modelle 1: Der ideale Machtapparat, dargestellt an Kafkas Werken
15.4 Literarische Modelle 2: Der perfekte Machtapparat, dargestellt an Samjatins, Orwells und Huxleys Werken
22.4. Verstrickungen in die Macht 1: Die Gewaltlosigkeit als die bessere Idee oder die angeblich Gescheiterten (Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, Gustav Landauer und Ernst Toller)
29.4. Verstrickungen in die Macht 2: Lukács, Bloch und die Gewalt
13.5. Verstrickungen in die Macht 3: Der Fall Gottfried Benn
27.5. Verstrickungen in die Macht 4: Das Phänomen Stalin oder die Blindheit der Dichter
3.6. Freuds Zeitkritik und seine Beschäftigung mit dem Judentum am Ende der zwanziger und in den dreißiger Jahren
10.6. Thomas Mann, Deutschland und die Verwandtschaft
17.6. Das Phänomen Hitler in der Sicht von Arnold Zweig, Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht, Ernst Weiss und George Tabori
24. 6. Zum Phänomen der Denunziation im Dritten und KGB-Reich
1.7. Hannah Arendts Machtauffassungen
FB 01 Institut für Philosophie
Uni Kassel
SS 2008
Philosophie HF
Professor
Sauerland Karol Professor