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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung Einführung in die Moraltheologie

Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Theologische Ethik. Ausgehend von den zentralen Begriffen Menschenwürde, Gottebenbildlichkeit und Gewissen sowie einigen aktuellen Fragen nach dem richtigen Handeln erfolgt eine Annäherung an das Selbstverständnis dieser theologischen Disziplin, in deren Mitte das...

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Die Vorlesung versteht sich als Einführung in die Theologische Ethik. Ausgehend von den zentralen Begriffen Menschenwürde, Gottebenbildlichkeit und Gewissen sowie einigen aktuellen Fragen nach dem richtigen Handeln erfolgt eine Annäherung an das Selbstverständnis dieser theologischen Disziplin, in deren Mitte das Zueinander von Handeln und Glauben steht. Die Vorlesung will dabei wesentliche ethische Begriffe und Begründungsfiguren klären, d.h. sie stellt das methodische Instrumentarium der ethischen Argumentation vor und wendet sie an einigen Beispielen praktisch an. Dadurch wird deutlich werden, wie man das Fach „Moraltheologie“ definieren kann, welche Stellung es im Kanon der theologischen Fächer einnimmt und wie sich ethische Reflexion und Theologie zueinander verhalten. Das Verhältnis von dezidiert philosophischen (naturrechtlichen, existentialistischen, diskursethischen usw.) und dezidiert theologischen (biblischen) Argumenten und Standpunkten soll dabei verdeutlich werden. Konkret zu klärende Fragen sind beispielsweise: - Wie kann man die Menschenwürde (Menschenrechte) begründen und was lässt sich aus der Einsicht in die Menschenwürde für die Moral ableiten? - Was verbindet das biblische Liebesgebot bzw. die jesuanische Goldene Regel und Kants Kategorischen Imperativ? - Welche Bedeutung hat der Begriff „Würde“ in der Theologiegeschichte und wie verhält er sich zu dem Begriffspaar „Zweck“ und „Mittel“ in der Fassung des Kategorischen Imperativs bei Kant? - Was versteht man in der Kirche unter der „Letztinstanzlichkeit“ des Gewissens? Welche Bedeutung kommt diesem Begriff im Existentialismus zu? Worüber kann sich das Gewissen irren, worüber nicht? Welche Folgen hat ein Gewissensirrtum? - Was ist der Unterschied zwischen einer deontologischen und einer teleologischen Ethik? Wandeln sich Normen? Welche Bedeutung kommt hier dem gesellschaftlichen Diskurs zu? Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt. BemerkungAn der Vorlesung können sowohl nach der alten Studienordnung Studierende als auch nach der MPO Studierende (Modul 6) teilnehmen. LeistungsnachweisNach Absprache mit dem Dozenten kann für Studierende der alten Studienordnung ein Leistungsnachweis in Systematische Theologie/Moraltheologie erworben werden. FB 01 Institut für Katholische Theologie Uni Kassel SS2007 Prof. Dr. Dr. Lohner Alexander