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Uni-Essen
14. März 2017

Vorlesung Geschichte Polens von den Anfängen bis zum 20 Jahrhundert

-Noch ist Polen nicht verloren” beginnt die polnische Nationalhymne, die das mühevolle Ringen der Polen um nationale Unabhängigkeit zum Ausdruck bringt. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Geschichte Polens vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Bis zu den...

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-Noch ist Polen nicht verloren” beginnt die polnische Nationalhymne, die das mühevolle Ringen der Polen um nationale Unabhängigkeit zum Ausdruck bringt. Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Geschichte Polens vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Bis zu den polnischen Teilungen des 18. Jahrhunderts war Polen eine gleich-berechtigte Macht auf der europäischen Landkarte. Es nahm regen Anteil an der Christianisierung, der Renaissance und Aufklärung. Seine Blütezeit erreichte Polen mit der Herrschaft der Piasten und Jagie??onen. Auch als Großmacht tat sich das Land hervor, indem es im 14. Jahrhundert die Union mit dem Großfürstentum Litauen vollzog und sein Territorium um Gebiete des heutigen Weißrusslands und der Ukraine erweitern konnte. Das Reich Polen-Litauen reichte bis an die Grenzen des Osmanischen Reiches. In das 16. und 17. Jahrhundert fällt die Zeit der Adelsrepublik, eine Wahlmonarchie mit umfangreichen Rechten des polnischen Adels, der so genannten szlachta. Kriege, Aufstände der ukrainischen Kosa-ken, innenpolitischer Reformstau führten zu Instabilität und zum Eingreifen ausländischer Mächte. Die polnischen Teilungen, an denen sich Österreich, Russland und Preussen beteiligten, beendeten die Souveränität Polens. Diese wurde erst nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wieder hergestellt. Die staatliche -Wiedergeburt- geriet in den 1930er Jahren jedoch in das Spannungsfeld deutsch-sowjetischer geopolitischer Interessen, die 1939 - zu Beginn des Zweiten Weltkrieges - zu einer erneuten Teilung führten. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Terrorherrschaft begann nach 1945 eine lang anhaltende Sowje-tisierung Polens, die jedoch oberflächlichlich blieb. Hinter der Fassade einer kom-munistischen Regierung machten sich in dem katholischen Land oppositionelle Strömungen bemerkbar, die sich in Aufständen (Posener Aufstand 1956) und Streiks (Solidarno?? in den 1980er Jahren) entluden und schließlich 1989 zum Niedergang des Kommunismus führten. Manfred Alexander, Kleine Geschichte Polens, Stuttgart 2003. Norman Davies, Im Herzen Europas - Geschichte Polens, München 2000. Geschichte Universität Duisburg-Essen SS 2009 LP, Lehramt für die Primarstufe Stolberg Eva Maria