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Uni-Dortmund
14. März 2017

Vorlesung Herausforderungen und Handlungsansätze der Raumentwicklung

Städte, suburbane Räume sowie ländlich geprägte Räume entwickeln sich ständig weiter. Mit dem Wandel von Wirtschaft, Gesellschaft und Technik ergeben sich kontinuierlich veränderte Rahmenbedingungen, die rasch ihren Niederschlag vor Ort finden. Zudem stehen die verschiedenen Teilräume des Landes in Beziehung...

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Städte, suburbane Räume sowie ländlich geprägte Räume entwickeln sich ständig weiter. Mit dem Wandel von Wirtschaft, Gesellschaft und Technik ergeben sich kontinuierlich veränderte Rahmenbedingungen, die rasch ihren Niederschlag vor Ort finden. Zudem stehen die verschiedenen Teilräume des Landes in Beziehung zueinander. Sie beeinflussen sich gegenseitig durch Impulse, Konkurrenz und manchmal auch Kooperationen. Planung zielt darauf ab, diese Veränderungen zu gestalten. Chancen sollen genutzt und ungünstige Entwicklungen abgewandt oder abgemildert werden. So entstehen ständig neue Wellen der Aufmerksamkeit für aktuelle Themen. Auf neue Herausforderungen wird mit Forschungen, Konzepten und Handlungsansätzen reagiert. Themen werden entdeckt, mit Förderprogrammen beackert und verlieren wieder an Bedeutung zugunsten anderer Themen. Gleichzeitig sind die Städte, suburbanen Räume und ländlichen Räume aber auch erstaunlich stabil. Das gilt nicht nur für die vielzitierten Stadtgrundrisse mit Straßen und Parzellen, die Jahrhunderte überdauern, sondern auch für den Gebäudebestand, Lagequalitäten, Images, Wertvorstellungen, sozialräumliche Strukturen usw. Die Gleichzeitigkeit von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft prägt auch das planerische Denken. Wer sich intensiv mit Raumentwicklung beschäftigt, stößt auf eine Gemengelage alter und neuer Erfordernisse und ebenso alter und neuer Handlungsansätze. Man muss sich bewusst machen, dass viele Denkmuster und Regelungen dysfunktional oder überholt sein können, und dennoch weiter wirken. So wie es die Schichten der Stadtentwicklung gibt, findet man auch Schichten des Denkens und Planens. Diese Überlegungen bilden den konzeptionellen Rahmen der Vorlesung. Um Raumentwicklung entsprechend darstellen zu können, bedarf es zunächst der Entwicklung eines systematischen Erkenntnisgerüstes, das den Wandel des Zeitgefüges, des Wechselspiels innen-außen und der Entwicklungsrichtungen wachsen-schrumpfen berücksichtigt. Unter Bezugnahme auf einen solchen theoretischen Rahmen können die wechselnden Herausforderungen und Handlungsansätze der Raumentwicklung für Städte, suburbane Räume und ländlich geprägte Räume dargestellt und gedeutet werden. Konkrete Konzepte und Handlungsansätze der Stadtentwicklung werden so eingebettet in einen größeren Kontext, der von der fordistischen Industriegesellschaft bis in den jüngsten neoliberalen Gewinner-Verlierer-Logik reicht. So lassen sich jüngere städtische Entwicklungen wie Metropolisierung, Fragmentierung/Segregation, Schrumpfung oder suburbane Prozesse der Post-Suburbanisierung und ländliche Phänomene der Peripherisierung besser verstehen. Ergänzt wird die Vorlesung an verschiedenen Stellen durch vertiefende Exkurse, z.B. zur -Urban Renaissance-, -zum Wandel der Innenstädte-, -zur Zukunft der älteren Einfamilienhausgebiete im suburbanen Raum- sowie Herausforderungen und Handlungsasätzen außerhalb der Stadtregionen. Fachgebiet Volkswirtschaftslehre, insbesondere Raumwirtschaftspolitik M.Sc. Raumplanung (2012): Die Veranstaltung wird durch eine Klausur abgeschlossen. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss einer Veranstaltung aus Element 2 vor dem Termin der Klausur. Technische Universität Dortmund SoSe 2013 Master Raumplanung (2008) Prof. Dr. Aring Jürgen