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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung HR Businesspartner Strategiepartner

Kaum ein anderer Begriff hat in den letzten 10 Jahren die Sehnsucht vieler Personaler/Personalabteilungen nach Stärkung der eigenen Rolle bzw. nach Bedeutung im Unternehmen mehr geprägt, als diese uns von Dave Ulrich und Ralf Christensen vermittelte `Partner-Botschaft´. Die aktuelle Studie...

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Kaum ein anderer Begriff hat in den letzten 10 Jahren die Sehnsucht vieler Personaler/Personalabteilungen nach Stärkung der eigenen Rolle bzw. nach Bedeutung im Unternehmen mehr geprägt, als diese uns von Dave Ulrich und Ralf Christensen vermittelte `Partner-Botschaft´. Die aktuelle Studie `HR – Barometer 2007´ (Capgemini) zeigt, dass dies in der heutigen Realität selten erfüllt ist. Und Kienbaum liefert zugleich einige konkrete Zahlen: „Nicht mal die Hälfte der Unternehmenslenker sind mit der Arbeit ihrer Personaler voll und ganz zufrieden.“ Gleichzeitig werden Wirtschaft und Gesellschaft immer komplexer und viele traditionelle Prozesse immer kürzer (und kurzlebiger). Früher oftmals zu beobachtende lineare Zusammenhänge werden vielschichtiger und unstetig, neue Einflussfaktoren treten hinzu, alte Faktoren verschwinden. Gerade deshalb wird es zunehmend wichtiger, sich heute mit der Frage der zukünftigen Entwicklung zu beschäftigen, um auch künftig erfolgreich zu sein. Die Personalabteilungen stehen daher zunehmend vor dem Problem, ihre Personalarbeit strategisch auszurichten. So fordert auch D. Ulrich als zentralen Punkt: „Das Personalwesen sollte nicht durch das definiert sein, was es tut, sondern durch das, was es bewirkt.“ Somit stellen sich für alle HR-Verantwortlichen die nachfolgenden Fragen: • Business Partner: ja, aber wie? • Wie kann die beschlossene Strategie tatsächlich erreicht werden? • Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Change Management? • Welchen Stellenwert hat das Human Ressource Management (HRM) und wie kann es Mehrwert schaffen? • Wie wird das Personal von einem stetigen Wandel überzeugt und darin eingebunden, um somit Mitarbeiter Commitment und Produktivität zu steigern? • An welchen Stellen kann das HRM den Veränderungsprozess effizient mitgestalten und sich als Kompetenzzentrum für die menschliche Dimension aller Veränderungen im Unternehmen positionieren (bspw. durch die Rolle des HR Business Partners)? • Wie kann HR die Führungskräfte befähigen, die Veränderung erfolgreich zu meistern? In dieser Vorlesung sollen gemeinsam diese Bereiche bearbeitet werden, die uns diesem „HR-Wunschbild-Businesspartner“ näher bringen. Ausgehend von der wirtschaftlichen Entwicklung werden die einzelnen HR Stadien praktisch und theoretisch beleuchtet. Auf der Basis globaler Zusammenhänge werden derzeitige amerikanische Ansätze (Dave Ulrich, Ralf Christensen) reflektiert, um Konsequenzen für unser Personalmanagement zu erörtern. Studien wie das HR Barometer 2007 von Capgemini, verdeutlichen Defizite. Es dürfte in der Unternehmenslandschaft wohl für die Zukunft der entscheidende Faktor sein, ob und inwieweit der Personaler als Strategiepartner ankommen wird. Die hierzu neu definierten Rollen sollen hinsichtlich Funktion und Verantwortung besprochen werden. Anhand von Beispielen aus der Wirtschaft werden die veränderten Anforderungen an HR als Organisation und die handelnden Personen aufgezeigt. FB 04 Sozialwesen Uni Kassel WS 2007/2008 Dr. Fett Norbert