Uni-München
14. März 2017Vorlesung Patristische Synthesen in der Geschichte der Kirche II Prof Dr C Marinescu
Die prägenden Elemente im Leben eines Kirchenvaters sind die Krise der Zeit, die Erleuchtung des Heiligen Geistes und die persönliche asketische Vorbereitung. Aufgrund der Lebenserfahrung der Kirchenväter beschäftigen sie sich mit der Theologie und -machen Zusätze zur Glaubenslehre der Kirche”....
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Jetzt Lernplan erstellenDie prägenden Elemente im Leben eines Kirchenvaters sind die Krise der Zeit, die Erleuchtung des Heiligen Geistes und die persönliche asketische Vorbereitung. Aufgrund der Lebenserfahrung der Kirchenväter beschäftigen sie sich mit der Theologie und -machen Zusätze zur Glaubenslehre der Kirche”. Auf diese Art und Weise wird -die Lehre, der Glaube und die Überlieferung vermehrt und ausgeweitet-. Die Kirche bewahrt von Anfang an die Wahrheit, welche als solche bleibt und weiter besteht. Die Wahrheit der Kirche ist Wahrheit Gottes und bleibt in Ewigkeit, und die Erfahrung Gottes, als Erleben und Erkennen der Wahrheit durch den Heiligen Geist, ermöglicht Theologie und vermittelt die göttlichen Worte. Durch jeden Kirchenvater oder großen Theologen der Kirche wird ein neuer Schritt in Richtung der Erfahrung der Wahrheit gemacht. Der theologische und kirchenväterliche Beitrag bedeutet nichts anderes als Vermehrung, nicht Verbesserung der Wahrheit. Es ist nur -ein Hinzufügen weiterer Erfahrung-. -Die Wahrheit selbst wächst weder noch nimmt sie ab, wird weder besser noch schlechter! Der Mensch kann lediglich dazu befähigt werden, die Erfahrung, der stets gleichen Wahrheit auszuweiten, zu vertiefen und zu vermehren und eine Seite der Wahrheit umfassender und genauer zu formulieren und zu vermitteln- (Styl. Papadopoulos). Die Wahrheit ist Gott selbst und ändert sich nicht, sondern bleibt in Ewigkeit. Die Kirchenväter sind deshalb nicht einfach ausgebildete Personen der Kirche oder einfach Intellektuelle, sondern tatsächlich Resultat des Wirkens Gottes und der Erleuchtung des Heiligen Geistes.
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LMU München
SoSe 2016
Institut für Orthodoxe Theologie