Uni-Dortmund
14. März 2017Vorlesung Probabilistische Graphische Modelle
Lehrinhalte Graphische Modelle gehört zu den Bemühungen der modernen Informationstechnik, das Schlussfolgern unter Unsicherheit zu ermöglichen. Prominente Anwendungsfelder sind die Robotik, die Bioinformatik, die Künstliche Intelligenz, das Maschinelle Lernen. So kommen sie zum Beispiel in der Auswertung von medizinischen Daten,...
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Graphische Modelle gehört zu den Bemühungen der modernen Informationstechnik,
das Schlussfolgern unter Unsicherheit zu ermöglichen. Prominente Anwendungsfelder
sind die Robotik, die Bioinformatik, die Künstliche Intelligenz, das Maschinelle Lernen.
So kommen sie zum Beispiel in der Auswertung von medizinischen Daten, der Analyse von
Genexpressionsdaten und dem Tracken von Bewegungen zum Einsatz.
Gegenstand des Moduls sind grundlegende Fragestellungen und Techniken der graphischen
Modelle, wie z.B.: Repräsentation von Wahrscheinlichkeitverteilungen mittels graphischer
Modelle, Unterschied zwischen gerichteten und ungerichteten graphischen Modellen,
Repräsentationstheorem, Naive Bayes, Logistische Regression, Explaining Away,
lokale Markov Annahme, Faktorisierungen, Unabhängigkeit von Zufallsvariablen.
D-Separation, P-Maps, I-Maps. Algorithmen zum Schlussfolgern unter Unsicherheit:
Enumeration, Variablen-Elimination, Perfekte Eliminationsordnungen, Moralisierungen,
Triangulierungen, Junction Tree, (Loopy) Belief Propagation, Lineare Programmierung,
Sampling, Variational Inference. Komplexitätsanalyse der Inferenz und ihre
Charakterisierung mittels der Baumweite. Verfahren zu Lernen der Parameter
eines graphischen Models aus Daten: Zählen, Gradienten-Abstiegsverfahren,
Expectation-Maximization, Bayes’sches Lernen. Strukturlernen mittels Structured EM
und Hill Climbing. Modelle für Verteilungen, die sich mit der Zeit ändern,
(Hidden Markov Modelle, Dynamische Bayes’sche Netzwerke) und für relationale
Domänen.
Kompetenzen
Ziel des Moduls ist es, dass Studierende eine ausreichenden Kompetenz zu vermitteln,
die ihnen eine aktiven Lösungsgestaltung von alltäglich auftauchenden Problemen der Wahrscheinlichkeitsmodellierung mittels graphischer Modelle befähigt. Im Einzelnen:
Verständnis dafür, was graphische Modelle sind, Kenntnis der grundlegenden und
fortgeschrittenen Verfahren zum Schlussfolgern unter Unsicherheit, Kenntnis
der grundlegenden und fortgeschrittenen Verfahren des Maschinellen Lernens
zum Lernen der Parameter als auch der Struktur von graphischen Modellen aus Daten,
Verständnis der Verzahnung von graphischen Modellen, Wissensrepräsentations und
Wissensentdeckung. Insbesondere sollen Studierende durch ein grundlegendes
Verständnis der Prinzipien von graphischen Modellen die Fähigkeit erhalten, deren
Möglichkeiten und Grenzen in bestimmten Anwendungsfeldern einschätzen zu können.
Übung zu Probabilistische Graphische Modelle
Teilnahmevoraussetzungen
Erfolgreich abgeschlossen: keine
Vorausgesetzte Kenntnisse: Grundlegende Kenntnisse der Mathematik
(insbes. Statistik)
Wünschenswerte Kenntnisse: Eines der Basismodule -Praktische Optimierung-
oder -Mustererkennung- oder -Graphische Datenverarbeitung- im
Bereich -Intelligente Systeme-
Prüfungen
Modulprüfung: Klausur (120 Minuten) oder mündliche Prüfung (30 Minuten)
Studienleistungen:
• Anwesenheitspflicht in der Übung
• Aktive Teilnahme (inkl. Präsentation eigener Lösungen)
• Erreichen der Mindestpunktzahl bei den Übungsaufgaben
Die Studienleistung ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Modulprüfung.
Prüfungsformen und –leistungen
Modulprüfung
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Informatik
Prof. Dr.
Kersting Kristian