Uni-München
14. März 2017Vorlesung Themen und Arbeitsweisen der Iranistik Klausur
Neue Hüte? – Oder iranische Geschichte zwischen Ahmad Schah und Schirin Ebadi Diese Einführungsvorlesung knüpft inhaltlich an die Vorlesung des Wintersemesters an und behandelt die Grundlagen von Politik und Kultur des Irans im 20. Jahrhundert, vom 2. Weltkrieg bis zur...
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Diese Einführungsvorlesung knüpft inhaltlich an die Vorlesung des Wintersemesters an und behandelt die Grundlagen von Politik und Kultur des Irans im 20. Jahrhundert, vom 2. Weltkrieg bis zur ersten Phase des Regimes der Islamischen Republik nach 1979. Die Herangehensweisen und analytische Besprechung sind vor allem historisch.
Der Iran des 20. Jahrhundert wird oft widersprüchlich als Teil der Moderne, gleichzeitig als eben anders (wenn nicht orientalisch) und damit ‚faszinierend’ betrachtet, zwischen Orient und anti-Orientalismus hin und her geschoben, oder als Opfer des Imperialismus und -falscher- Medienberichterstattung folklorisierend diskutiert.
Das Ziel dieser Vorlesung ist es, einen Überblick über die grundlegenden Informationen zu den zentralen Ereignissen, Akteuren und Bedingungen des Irans im 20. Jahrhundert auszuführen.
Damit geht es auch darum, Grundlagen zu Iran im 20. Jahrhundert und ein Verständnis für historische Ambivalenzen und Interpretationen zu vermitteln, ebenso wie die Einsicht, dass das Verstehen heuristischer politischer Trends mindestens ein elementares Verständnis der grundlegenden politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts benötigt.
Die Vorlesung bietet damit eine Einführung in eine kritische Diskussion der wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen im Iran des 20. Jahrhunderts. Die Besprechung dieser Themen folgt einer linearen historiographischen Zeitlinie, die einen leicht verständlichen Rahmen für komplexere Fragen über den Zusammenhang von bestimmten Ereignissen, Fragen der Modernisierung und große politische Transformationen bietet. Die Studenten sind jedoch auch gefordert, entlang nicht-chronologischen Themen zu lesen und mitzudenken— z.B. zu Nomaden, Zweiter Weltkrieg, Landflucht, Erdöl oder auch das System der Velayat-e Faqih.
Die Vorlesung beginnt mit den Auswirkungen des 1. Weltkriegs, bespricht die Machtergreifung Reza Khan Pahlavis, den 2. Weltkrieg, die Beziehung von Staat und Religion, die Politik des kalten Krieges, dar Prinzip der iranischen Monarchie, Prozesse und Auswirkungen von Industrialisierung und ‚Modernisierung’, externe als auch interne Faktoren der dramatischen politischen und sozialen Veränderungen im 20. Jahrhundert, die Revolution von 1979 und die Errichtung einer Islamischen Republik. Die Diskussionen umfassen die Rolle einzelner politisch führenden Personen, institutionelle Reorganisation, aber auch soziokulturelle Themen wie Nationalismus, Schi’ismus, historische Ideologien, Kunst und Industrialisierung.
Anforderungen:
Regelmäßige Anwesenheit ist erforderlich und Pflicht.
Die Vorlesung wird mit einer Semesterklausur abgeschlossen, die zur Anrechnung und Bestehen der Vorlesung notwendig ist. Um diese Prüfung einfach und ohne Schwierigkeiten abzulegen, ist es notwendig das wöchentlich angegeben Lesepensum regelmäßig! zu lesen.
Skripte werden nicht zur Verfügung gestellt.
Die Studenten sollten sich Vorlesungsnotizen machen.
Audio-visuelle Aufzeichnungen der Vorlesung sind nicht gestattet.
Beachten Sie, dass der wöchentliche Überblick über die Vorlesungsthemen als -Fahrplan- oder -Wegweiser- dient und unter Umständen unangekündigten Änderungen unterliegen kann.
W3-Professur für Turkologie/Iranistik (Univ. Prof. Dr. Christoph Neumann)
* Klausur *
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.13/15/17/19). ODER
Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.13/15/17/19).
Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Portfolio (20.000-40.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
LMU München
SoSe 2015
Dr.
Walcher Heidi