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Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Themen und Arbeitsweisen der Iranistik Von Nader Schah Afschar bis Shirin Ebadi die Konstruktion des Modernen Irans Termin Fr 17.6.16

Diese Vorlesung knüpft inhaltlich und chronologisch an die Vorlesung des Wintersemesters an. Sie beschäftigt sich, aufbauend auf einer vorwiegend historischen Betrachtung, mit dem Modernen Iran vom 18. bis 21. Jhdt. Das chronologische Narrativ wird jedoch durch ‚diachronische‘ Themeneinschübe unterbrochen, um...

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Diese Vorlesung knüpft inhaltlich und chronologisch an die Vorlesung des Wintersemesters an. Sie beschäftigt sich, aufbauend auf einer vorwiegend historischen Betrachtung, mit dem Modernen Iran vom 18. bis 21. Jhdt. Das chronologische Narrativ wird jedoch durch ‚diachronische‘ Themeneinschübe unterbrochen, um die etablierten gängigen Interpretationen und Darstellungen kritisch zu unterbrechen. Das Ziel dieser Vorlesung ist es, einen leicht zu erfassenden Überblick über die wichtigsten Themen und Ereignisse im Iran seit dem 18. Jahrhundert zu geben; gleichzeitig geht es jedoch darum ein Verständnis für historische Ambivalenzen und Interpretationen zu vermitteln, ebenso wie die Einsicht, dass das Verstehen der aktuellen Politik sowie heuristischer politischer und ideologischer Trends mindestens ein elementares Verständnis der grundlegenden politischen Geschichte des 19. Jahrhunderts benötigt. Die Besprechung der Themen folgt einer linearen historiographischen Zeitlinie, die einen leicht verständlichen Rahmen für komplexere Zusammenhänge von bestimmten Ereignissen, Fragen von Modernisierung und sozio-politischen Transformationen bietet. Die Vorlesung beginnt mit der Betrachtung der Herrschaft von Nader Schah und Karim Khan Zand, der Etablierung der qadscharischen Monarchie, der russisch-persischen Kriege, der Rolle kolonialer und imperialer Machtpolitik Europas, Prozessen von Reformen und ,Modernisierung,‘ Entstehung des Nationalismus, der Verfassungsrevolution und den Auswirkungen des 1. Weltkriegs. Der zweite Teil bespricht die Machtergreifung Resa Khan Pahlavis, den 2. Weltkrieg, die Krise von 1946, den CIA-Coup von 1953, das Machtgefüge von Staat und Religion, die Politik des kalten Krieges, Konzepte der iranischen Monarchie, Prozesse und Auswirkungen von Industrialisierung und ‚Modernisierung’, sowie externe als auch interne Faktoren der weitreichenden politischen und sozialen Veränderungen im 20. Jahrhundert. Die Diskussionen umfassen die Rolle einzelner politisch-führender Personen, institutionelle Reorganisation, aber auch soziokulturelle Themen wie Nationalismus, Sklaverei, historische Ideologien, Kunst, Opium, Straßenbau, Erdöl und Industrialisierung. Die Vorlesung vermittelt einen ersten aber detaillierten Überblick zur Geschichte Irans und zum Verstehen der inneren Logik dessen historischer Kontinuität und Veränderung, Pluralität und Einheit, sowie historischer Muster und deren Auswirkung. W3-Professur für Turkologie/Iranistik (Univ. Prof. Dr. Christoph Neumann) * Klausur * B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.13/15/17/19). ODER Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.13/15/17/19). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Portfolio (20.000-40.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. LMU München SoSe 2016 Dr. Walcher Heidi