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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung Wirtschaft und Politik

Das Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft soll sowohl aus politikwissenschaftlicher, als auch aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht analysiert werden. Auch deswegen wird das Seminar von zwei Dozenten verschiedener wissenschaftlicher Ausbildung geleitet werden. Die am Seminar teilnehmenden Studierenden werden in zwei Gruppen unterteilt,...

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Das Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft soll sowohl aus politikwissenschaftlicher, als auch aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht analysiert werden. Auch deswegen wird das Seminar von zwei Dozenten verschiedener wissenschaftlicher Ausbildung geleitet werden. Die am Seminar teilnehmenden Studierenden werden in zwei Gruppen unterteilt, die zur Mitte des Semesters den Dozenten und damit die wissenschaftliche Perspektive wechseln. Im Rahmen der Vorlesung soll es den Studierenden ermöglicht werden, das Verhältnis von Politik und Wirtschaft bzw. Markt und Staat politikwissenschaftlich fundiert reflektieren und einordnen zu können. Aus diesem Grunde werden verschiedene politikwissenschaftliche Ansätze und Modelle thematisiert, die mit jeweils eigenen akteurs-, struktur- und institutionenzentrierten Schwerpunkten das Verhältnis von Politik und Wirtschaft näher beleuchten und analysieren. Neben dem Einblick in verschiedene Strömungen politikwissenschaftlicher Forschung mit jeweils spezifischen Erkenntnisinteressen und Grundannahmen, soll es anhand einer gemeinsam in der Vorlesung zu erarbeitenden kritischen Würdigung der Ansätze zudem ermöglicht werden, Vor- und Nachteile der behandelten Modelle einschätzen zu können. Auf dieser Basis sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, vor dem Hintergrund der Entwicklung eigener Fragestellungen und studentischer Forschungsvorhaben in diesem Bereich eine dem eigenen Erkenntnisinteresse angemessene Auswahl theoretischer Ansätze treffen zu können. In den Wirtschaftswissenschaften werden politische Eingriffe in den Marktmechanismus üblicherweise zum einen mit normativen Urteilen über die Verteilungsergebnisse einer politisch nicht eingegrenzten Marktwirtschaft, zum anderen mit „Marktversagen“ begründet. In diese Argumentation soll am Beispiel verschiedener Politikbereiche (Sozialpolitik, Umweltpolitik, Fiskal- und Geldpolitik, Wettbewerbspolitik) eingeführt werden. Gegen diese Argumentation werden allerdings diverse Einwände erhoben, die ebenfalls aus den Wirtschaftswissenschaften, nicht zuletzt aus der so genannten ökonomischen Theorie der Politik stammen. Hierauf soll ebenfalls eingegangen werden. Prüfungsleistung ist die Teilnahme an einer abschließenden Klausur. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel WS 2006/2007 Politikwissenschaften HF Benedix Jan