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Uni-Hannover
14. März 2017

Zukunftstalente Ein empirisches Planspiel über die Personalarbeit und Personalentwicklung

Personalwesen und Personalentwicklung sind Wunsch-Ressort bei der Berufsorientierung von Studierenden der Sozialwissenschaften. Die Chancen, entweder mit einem Praktikum der direkt in diese Arbeitsfelder einsteigen und in ihnen gestalterisch tätig werden zu können, steigen mit der Fähigkeit, die zukünftigen Bedürfnisse junger...

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Personalwesen und Personalentwicklung sind Wunsch-Ressort bei der Berufsorientierung von Studierenden der Sozialwissenschaften. Die Chancen, entweder mit einem Praktikum der direkt in diese Arbeitsfelder einsteigen und in ihnen gestalterisch tätig werden zu können, steigen mit der Fähigkeit, die zukünftigen Bedürfnisse junger Talente einerseits und die Anforderungen der Arbeitswelt (Unternehmen, Verbände, politische Institutionen) andererseits zu abzuschätzen und miteinander vor dem Hintergrund der gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Veränderungen in Einklang zu bringen. Diese Kompetenz soll im empirischen Vorgehen dieses FLM verdichtet und in einem Abschlussbericht dokumentiert werden. Diese Perspektive erlaubt es, die unterschiedlichsten Anforderungen künftiger Arbeitswelt fokussiert zu analysieren. Die konkrete Ausgestaltung des FLM wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vollzogen. Hier nur erste Hinweise auf inhaltliche Fragen: Grundsätzlich werden wir uns mit den zu erwartenden Herausforderungen auf verschiedenen, aber miteinander verknüpften empirischen Wegen auseinandersetzen und dazu sowohl quantitative als auch qualitative Verfahren einsetzen. So wird es zum Beispiel die formale Erfassung und Skalierung der persönlichen Bedürfnisse von Nachwuchskräften und ihrer Kompatibilität mit den auf die gleiche Weise erarbeiteten betrieblichen oder institutionellen Anforderungen geben. Vor diesem Hintergrund sind auch die notwendigen Kernprofile und die Modifikationspotenziale in den einzelnen Positionen und ihre ressortübergreifenden Funktionen zu identifizieren. Weiter ist eine Contentanalyse der in offiziellen Verlautbarungen geäußerten Vorstellungen von Repräsentanten beider Bereiche (Bewerber und Unternehmen) und ihrer Konsequenzen für die Personalarbeit geplant. Schließlich muss auch die Frage nach der Kompetenz und der Bereitschaft von heutigen und künftigen Führungskräften gestellt werden muss, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Aus den Befunden sollen Modelle alternativer und innovativer Karriere- und Arbeitsmöglichkeiten entwickelt werden – also etwa Jobangebote für Paare in einem Unternehmen an einem Ort oder die systematische Aufwertung der operativen Tätigkeiten als Qualifikationsbasis für spätere strategische Einsätze. Das Projekt weist eine starke Praxisorientierung auf. Die einzelnen Aufgaben ermöglichen den unmittelbaren Kontakt mit den in diesem Feld handelnden Akteuren. Der Rückgriff auf frühere ähnliche Projekte ermöglicht Antworten auf die Frage nach dem Wandel von Vorstellungen über die Arbeitswelt. Institut für Soziologie Universität Hannover SoSe 2015 apl. Prof. i.R. Dr. phil. Rust Holger i.R phil