Ärger und Probleme beim Herunterladen von illegalen Inhalten?
Wie das massive Herunterladen von vermeintlich kostenlosen MP3s und DVDs auf die Wege der Illegalität führt.
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Bekommt man Probleme beim Herunterladen von illegalen Inhalten?
Was passiert wenn man auf seinem Rechner illegale Dateien (nicht ordnungsgemäß und rechtmäßig erworbene Musik und Filme) entdeckt. Manch mal passiert so was, man ist doch kein Internet-Verbrecher und beschäftigt sich nicht mit ständigem Herunterladen von Dateien für die man normalerweise bezahlen soll, jedoch schaut man sich die eigene Festplatte genauer durch, dann findet man immer etwas. Ob es von Nachbarn oder Bekannten die Dateien kopiert wurden spielt es keine Rolle, in dem Moment wo man die Inhalte überhaupt besitzt macht man sich schon strafbar oder? Was soll ich machen damit ich keine negativen Konsequenzen in der Zukunft tragen muss?
Naja, die Antwort ist ziemlich einfach.
Heutzutage sollte man immer folgendes berücksichtigen: „ Das Außerachtlassen des Rechts kann nicht als Verteidigungsargument angewendet werden. In einem Fall, wo Du z.B. irgendeine DVD gerippt hast oder einige MP3s ohne dafür zu bezahlen kopiert hast oder auch Software am Laufen hast, für die Du keine Lizenz erworben hast, kann ich Dir nur raten: Schnell weg damit! Möglichst schnell verabschiede Dich von solchen Inhalten auf Deiner Festplatte, denn alleine das Besitzen, (Nutzung ist nicht vorausgesetzt) reicht schon für das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen und somit auch für Strafbarkeit.
Bevor Du aber in Panik gerätst und Deinen Wohnsitz wechselst :) beachte folgendes: Manche Seiten unterstützen das illegale Geschäft in dem sie den Usern versprechen dass alle Inhalte, insbesondere mp3’s, Filme und Software die man dort völlig frei herunterladen kann, wirklich umsonst sind. Leider geben die Betreiber solcher Seiten falsche Angaben im Impressum-Bereich an oder nennen gar fiktive Adressen und Namen, damit sie nicht selbst wegen Rechtsbruchs verfolgt werden. In manschen Fällen sind auch die (in Deutschland) obligatorische Impressum – also Betreiberangaben überhaupt nicht vorhanden. Von solchen Seiten würde Ich Dir raten sich fern zu halten. Wenn Du auf einer ähnlichen Seite landen solltest, überlege immer: ob die Inhalte die Du da kostenlos angeboten bekommst, wo anders kostenpflichtig sind. In der Regel ist das der Fall. Alleine dass die Seite so was umsonst anbietet ist schon suspekt.
Das andere Problem der beim Benutzen eines eigenen Rechners auftaucht ist, dass manche Sachen erscheinen völlig erlaubt und legal aber in der Tat werden durch Nutzungsbedingungen oder AGB’s des Anbieters als illegal qualifiziert. Z.B. wenn ich mit mein Gekauftes DVD auf mein Portables Gerät mit einer Festplatte konvertiere damit ich diesen Film auch unterwegs (im Flugzeug oder Bahn) anschauen kann. Ich habe für die DVD einen regulären Preis bezahlt und will eben das Nutzen, leider kann nicht immer zu Hause sitzen und auf mein Fernsehen glotzen, weil ich viel unterwegs bin. Leider so ein Vorgehen ist nicht zulässig und unterliegt der Strafe. Das gleiche wenn ich im Itunes Store einige Alben kaufe und dann die gekauften Lieder in ein Format konvertiere, das mein nicht-Ipod.-Player auch abspielen kann. Ist das auch illegal? Leider JA !
Solche Lücken haben den Grundstein gelegt für die Auseinandersetzung zwischen „Fair Use" und „ DRM – Digital Rights Management" Diese Debatte wird noch bestimmt einige Jahre dauern bis wir eine vernünftige Lösung finden die alle befriedigt. Ein guter Anfang ist schon die Idee des amerikanischen Juristen Lawrence Lessig der die Creative Commons Bewegung gegründet hat.
Noch ein Grund warum man sich von illegalen Inhalten fern halten soll ist, dass diese oft voll mit Viren beschmückt sind und manchmal weiß erfährt man nach einigen Wochen oder Monaten dass der eigene Rechner infiziert ist.
Meiner Meinung nach reicht wenn man sich von solchen Seiten fern hält, das ist schon ein großer Schritt auf der legalen Seite der Welt zu bleiben.
Heute zum Glück kaum noch ein Thema – legal ist einfacher
Die Kernbotschaft des Beitrags ist zeitlos richtig: Wer urheberrechtlich geschützte Inhalte illegal herunterlädt, macht sich strafbar – und handelt sich obendrein oft Viren ein. Der schönste Wandel seitdem: Diese Versuchung ist heute weitgehend überflüssig geworden.
Mit Streamingdiensten wie Spotify, Netflix oder Apple Music ist legaler Zugang zu Musik und Filmen bequem und günstig – und faire Modelle wie die von Lawrence Lessig gegründeten Creative Commons zeigen, dass Teilen und Urheberrecht kein Widerspruch sein müssen. Legal ist heute einfacher, sicherer und meist sogar bequemer als die zwielichtige Alternative.