Fachkräfte für das lebenslange Lernen im Unternehmen: Berufe Bildungsmanager und Bildungscontroller
Wo findet man Fachkräfte für das lebenslange Lernen im Unternehmen?: Die seit mehreren Jahren eingeführten Berufe Bildungsmanager und Bildungscontroller sind doch nicht so bekannt. Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens wird in Unternehmen zunehmend berücksichtigt.
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Was haben Bildungsmanager und Bildungscontroller mit dem lebenslangen Lernen zu tun?
Nicht viele wissen das, aber es gibt spezial ausgebildete Fachkräfte für lebenslanges Lernen im Unternehmen. Um das lebenslange Lernen in einem Unternehmen kümmern sich Bildungscontroller und Bildungsmanager. Diese Berufsbezeichnungen scheinen in der Bundesrepublik nicht weit verbreitet zu sein. Denn laut der Umfrage der Deutschen Universität für Weiterbildung kennen 61 % der in einem Unternehmen tätigen Befragten die beiden Begriffe nicht.
Man kann vielleicht vermuten, dass nicht die richtigen Personen befragt wurden. Das mag ja auch sein. Allerdings gebe es hierzulande die ganze Diskussion um den Fachkräftemangel nicht, wenn sich alle Berufstätigen in ihren Berufen weiterbilden würden. Die Ergebnisse der Befragung sind um so erschreckender, dass nur knapp 14 % der Teilnehmer genau wussten, was die Bezeichnungen Bildungscontroller und Bildungsmanager bedeuten und welche Aufgaben mit diesen Stellen verbunden sind.
25% der Teilnehmer wussten ungefähr, was ein Bildungsmanager und ein Bildungscontroller machen. Nun ungefähr zu wissen reicht es nicht, wenn es um Weiterbildung und Kompetenzentwicklung geht. Die beiden Bereiche sind zu wichtig, um sie dem Zufall oder der Laune der Mitarbeiter zu überlassen.
Bildungscontrolling ist überwiegend bei großen Betrieben präsent.
Wer nach Bildungscontrollern oder Bildungsmanagern in KMUs sucht - wird nicht fündig. Zumindest nicht bei Betrieben, die um die 100 Mitarbeiter und weniger beschäftigen. Diese beiden Berufsgruppen sind bei Unternehmen ab 500 und mehr Mitarbeitern häufiger zu finden. Das mag an der Etatgröße oder Budgetgröße liegen. Allerdings sind in kleineren und mittleren Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeiter Kompetenzen vorhanden, die weiter entwickelt werden können.
Wer es in genaueren Zahlen braucht: Im Jahre 2008 wurde eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung veröffentlicht. Laut dieser Studie beschäftigen über 85 % der Betriebe, die mehr als 500 Mitarbeiter vereinen, einen Bildungsmanager oder einen Bildungscontroller.
Ausbildung zum Bildungsmanager oder Controller
Wer seine Zukunft mit dem lebenslangen Lernen und dem Beruf eines Bildungsmanagers verbindet, der hat die Möglichkeit einen speziellen Masterstudiengang zu absolvieren. An der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin wird ein Masterstudiengang: Bildungs- und Kompetenzmanagement angeboten.
Viele Studenten absolvieren diesen Studiengang berufsbegleitend. Dadurch erhalten sie die Chance, erworbenes Wissen an praktischen Problemen zu testen. Zu ihren Hauptaufgaben gehören: die Analyse des Bildungs- und Kompetenzbedarfs im Unternehmen, Ermittlung der vorhandenen Kompetenzen der Angestellten, Entwicklung von Weiterbildungsangeboten. Das Ziel nach diesem Studium ist: die Gestaltung des lebenslangen Lernens im Unternehmen, und zwar auf lange Sicht.
Die Deutsche Universität für Weiterbildung ist eine Fernakademie - die Studiengänge werden als Fernstudium absolviert. Ich wollte mich erkundigen, wie hoch die Studienbeiträge sind, dazu ist jedoch Log-in in einen geschützten Bereich notwendig. Heute werde ich es wohl nicht mehr schaffen, mich zu registrieren. Sobald ich aber über die Informationen verfüge, werde ich diesen Artikel ergänzen.
Bis dahin: Ich finde es sehr gut, dass es überhaupt Weiterbildungsangebote im Bereich Bildung gibt.
Lernen im Unternehmen – ein Beruf mit Zukunft
Dieser Beitrag ist über zehn Jahre alt, aber sein Thema ist heute noch wichtiger: Wer sorgt eigentlich dafür, dass Mitarbeiter dranbleiben und sich weiterentwickeln? Die hier vorgestellten Rollen (Bildungsmanager, Bildungscontroller) firmieren heute oft unter „Learning & Development" oder „People Development" – und sind in vielen Firmen längst etabliert.
Mich begeistert dieses Feld besonders, weil es im Kern meiner eigenen Beschäftigung mit Kompetenzentwicklung liegt (u.a. in meinen Abschlussarbeiten). Lebenslanges Lernen ist kein Schlagwort, sondern ein echter Beruf geworden – und eine der sinnvollsten Investitionen, die ein Unternehmen in seine Menschen tätigen kann.