Giovanni Verga - Verismus - Naturalismus
Giovanni Verga - Verismus - Naturalismus
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Der Sizilianer Giovanni Verga (geb. 1840 in Catania, gest. 1922 ibid.) gehört zu den großen Erzählern der italienischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Er hat vor allem in den 1880er Jahren Novellen und Romane geschrieben, die, vor dem Hintergrund der jungen politischen Einheit Italiens, unromantisch vom mezzogiorno erzählen, von seiner Landschaft, von der Härte des Lebens und den Träumen der Menschen des südlichen Italien. Verga ist Mitbegründer des sogenannten verismo, der italienischen Variante des europäischen Naturalismus, die sich wie auch der Naturalismus - zum einen auszeichnet durch besondere Stilformen, zum anderen durch eine pessimistische Anthropologie.
Literatur Im Seminar werden folgende Texte gelesen und bearbeitet:
- Die Novellensammlung Vita die campi (1880. dt. bei Reclam, s. Cavalleria rusticana)
- Die Romane I Malavoglia und Mastro Don Gesualdo (die Teile des unvollendeten Romanzyklus I Vinti sind). Es gibt deutsche Übersetzungen (u.a. Suhrkamp).
- Die Malavoglia sind Vorlage des Films La terra trema /Die Erde bebt) von Luchino Visconti. Auch dieser Film des sogenannten neorealismo wird Gegenstand der Seminararbeit sein.
Literatur als Fenster in eine andere Welt
Giovanni Verga und der italienische „verismo" erzählen unromantisch und schonungslos vom Süden Italiens – von der Härte des Lebens und den Träumen einfacher Menschen. Seine „Malavoglia" wurden später sogar von Luchino Visconti verfilmt.
Solche Werke zu lesen ist mehr als Pflichtlektüre: Große Literatur lässt uns Welten und Zeiten erleben, die wir sonst nie kennenlernen würden – und schult ganz nebenbei Sprachgefühl, Empathie und historisches Verständnis.