Lernende Algorithmen: Finanzierung von Forschung im Bereich Informatik
Die Uni Potsdam erhält den Google Research Award. Ein Preis (60.000 Dollar) für die Forschung und Weiterentwicklung von lernenden Algorithmen.
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Meinen Aktionsplan erstellenDie Uni Potsdam erhält den Google Research Award. Ein Preis (60.000 dollar) für die Forschung und Weiterentwicklung von lernenden Algorithmen.
Google hat den "Google Research Award" der Universität Potsdam für die Entwicklung von lernenden Algorithmen verliehen.
Das Unternehmen Google ist einer der angesehensten Arbeitgebern unter Studenten und Absolventen die die Universitäten verlassen. Es gibt aber auch Möglichkeiten für Google tätig zu sein noch während des Studiums an einer Hochschule. Das Unternehmen schreibt häufig Forschungspreise aus. Wer an den Wettbewerben oder Projektausschreibungen teilnehmen möchte, muss im richtigen Moment auf der richtigen Google-Seite landen.
Aktuell werden Forschungsprojekte an den deutschen Hochschulen in Gang gesetzt die auch mit Google Fördermittel finanziert werden. Die Universität Potsdam hat beispielsweise einen Preis gewonnen, der mit 60.000 Dollar (bei heutigem Dollarkurs sind das etwa 47.143 Euro) dotiert ist. Es handelt sich um den Google Research Award. Die Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Tobias Scheffer konstruiert Programme und komplexe Softwaresysteme die in der Lage sind selbständig zu lernen. Die Programme sollen die Lernweise der Menschen spiegeln - durch die Kontext Beobachtung werden Merkmale in Muster zusammengefasst um die Umgebung zu interpretieren und dann Entscheidungen zu treffen.
Wie soll das in der Praxis funktionieren?
Die Softwaresysteme analysieren ein bestimmtes Projekt, beispielsweise eine Hochbekanntes Portal oder soziales Netzwerk, und erstellen Muster die den gewöhnlichen Traffic auf der Seite von den Server Atacken unterscheiden. Dadurch kann später das Projekt vor den Angriffen schützen. Entscheidend ist, dass die Software selbständig "lernen" kann. Denn auf neue und ausgereifte Angriffsmethoden gibt es häufig keine Mittel. Die Software kann sich sozusagen zu den Gegebenheiten adaptieren und das Projekt effektiv schützen. Möglich wird das dank den lernenden Algorithmen die in das Programm implementiert werden.
Gibt es gegen Angriffe keine Virenscanner oder Spamfilter?
Die gibt es natürlich. Leider können diese Programme nur die bis heute bekannte Methoden oder Angriffstechniken enttarnen. Die für die neuen Viren müssen dagegen die Lösungen erst entwickelt werden.
Lernende Algorithmen sind ein wichtiger Beitrag in der Medizin.
Es hat sich herausgestellt, dass man die selben Softwaresysteme auch im medizinischen Bereich einsetzen kann. Lernende Algorithmen helfen so, Gegenmittel gegen die sich ständig verändernde Krankheit AIDS zu entwickeln. Theoretisch wäre auch der Einsatz von lernenden Algorithmen bei jeder Krankheitsart möglich, die sich verändert und an die Umgebung anpasst.
Quelle: Uni-Potsdam.
Einsatzbeispiele von lernenden Algorithmen : automatisierte Phishing Attacken, Server-Angriffe, Spam-Bekämpfung, Medizin, Virenforschung. Aids-Forschung. Es ist kaum zu glauben, dass Informatik und Algorithmen auch in der Medizin eingesetzt werden. Vielleicht wird es in der Zukunft möglich sein eines jeden Computer mit lernenden Algorithmen auszustatten, so dass jeder Rechner praktisch individuell auf die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnitten werden könnte.
2009 schon erkannt: Algorithmen, die selbst lernen
Aus heutiger Sicht liest sich dieser Beitrag fast wie eine Vorahnung des KI-Booms. Was die Forschergruppe um Prof. Tobias Scheffer damals als „lernende Algorithmen" beschrieb – Software, die aus Beobachtungen Muster bildet und sich anpasst –, ist heute unter dem Begriff Maschinelles Lernen die treibende Kraft der gesamten Informatik.
Auch die genannten Einsatzfelder waren goldrichtig: Spam- und Angriffserkennung, Medizin, Mustererkennung. Genau dort wirkt KI heute im Großen. Manche Forschungsthemen von gestern sind die Selbstverständlichkeiten von heute – ein gutes Beispiel, warum sich Grundlagenforschung lohnt.