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Studium
20. Juni 2008 Aktualisiert am 25. Juni 2026

Räumt den Laden endlich auf - Chefredakteur von der WirtschaftsWoche

Chefredakteur von der WirtschaftsWoche kritisiert immer scharf. Hat aber recht...

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Chefredakteur von der WirtschaftsWoche kritisiert immer scharf. Hat aber recht...

„...Räumt den Laden endlich auf, dann gibt es nichts mehr Geheimnisvolles zu berichten!" meint der Chefredakteur der Wirtschafts-Woche Roland Tichy über den Spitzel-Skandal der Telekom. Roland Tichy ist bekannt für seine ausgereifte und scharfe Kritik.
Im Heft Nr 23 widmet der Chefredakteur den Einblick-Artikeln dem Spitzel-Skandal der Telekom.
Die Redaktion der Wirtschafts Woche könnte dem Abhören der Telefonleitungen entweichen, denn wie der Chefredakteur selbst zugegeben hat, WiWo nur die anonymisierten Telefonleitungen für den Informationsaustausch nutzte.

Wirtschafts Woche bietet einen äußerst detaillierten und kompetenten Einblick hinter die Kulissen der Welt der Wirtschaft. Die Artikel werden hervorragend vorbereitet und recherchiert. Für mich als Student ist die Wirtschafts Woche die perfekte Informationszeitschrift. Um so mehr freut mich jede Woche neue Kritik die der Chefredakteur konsequent ausübt. Obwohl diese Konsequenz auch eine negative Seite hat (Werbeeinnahmen-Ausfälle), scheint dem Team der WiWo die unabhängige Berichterstattung die oberste Priorität zu sein. Und das ist auch optimal für die Leser, die immer mit interessanten aber auch pikanten Details aus dem Wirtschaftsleben rechnen können.


Vor allem empfehlenswert ist auch die Online-Rubrik die Chefsache: hier kann man im Netz alle Beiträge nachlesen die in der Zeitschrift gedruckt wurden.


Worum es ging: der Telekom-Datenskandal

Dieser Beitrag von 2008 bezieht sich auf eine reale Affäre: Die Deutsche Telekom hatte heimlich Telefonverbindungsdaten ausgewertet, um undichte Stellen in Vorstand und Presse aufzuspüren – ein gravierender Eingriff, der später juristische Folgen hatte und den Datenschutz stark in den Fokus rückte.

Über die einzelne Zeitschrift hinaus steckt darin eine zeitlose Lektion: Unabhängige, gut recherchierte Berichterstattung ist wertvoll – und ein kritischer, prüfender Blick auf Quellen gehört zur Medienkompetenz, die im Studium wie im Beruf unverzichtbar ist.