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Selbstoffenbarung auf sozialen Netzwerken: Im Spannungsfeld zwischen Wahrung der Privatsphäre und Selbstdarstellung

Von am 30.04.12 13:27, Aktualisiert am 30.04.12 13:31 | 0 Kommentare |

Selbstoffenbarung auf sozialen Netzwerken dürfte wohl zu den interessantesten Themen des Workshops Digital Natives' Traces gehören. Nichts ist so widersprüchlich, wie die Kuriose Vorstellung von Benutzern von sozialen Netzwerken, dass ihre privaten Daten streng geheim gehalten werden sollen, auch dann wenn sie selbst sämtliche Einzelheiten auf den Profilseiten offenbaren.

Fazit: Das vierte und letzte Thema, das für den Worshop Digital Natives' Traces vorgestellt wurde, lautet: Selbstoffenbarung auf sozialen Netzwerken: Im Spannungsfeld zwischen Wahrung der Privatsphäre und Selbstdarstellung. Das dürfte wohl das spannendste Thema der Veranstaltung sein.

Viele Nutzer beklagen sich, dass sie nicht nachvollziehen können, was die Sozialen Netzwerke mit den Daten so machen. Aber sie sind genau die jenigen, die für die Fühle der Daten sorgen. Benutzerprofile werden ausgiebig und detailliert mit den Benutzerdaten, (häufig auch sehr privaten Daten) vollgeladen. Bei vielen wird die Sichtbarkeit nicht nur für andere registrierte Benutzer sondern auch für den erst der Welt eingestellt. Und dann beklagen sie sich, dass deren Daten ausgenutzt und zu Marketingzwecken verwendet werden,

Wer Selbstoffenbarung im großen Still betreibt, zumindest kann, oder sogar muss, damit rechnen, dass dann jeder über ihn alles wissen kann.
Es ist ziemlich naiv zu denken, dass die Daten bei den Betreibern von sozialen Netzwerken gehütet werden sollen, wenn man sie am anderen Ende selbst publiziert. - ein ziemlich widersprüchliches Verhalten.

Ein Soziales Netzwerk kann nicht mehr Privatsphäre wahren, als der Nutzer es selbst preis gibt. Das ist ungefähr so, als ob ich Privates über mich laut schreien würde, mit der Erwartung, jeder der vorbei geht, soll weghören. Ansonsten verletzt er meine Privatsphäre.

Das Problem mit der Selbstoffenbarung liegt im streben nach Aufmerksamkeit. Sehr viele Menschen streben zeitlebens nach Aufmerksamkeit anderer Menschen. So kommt es, dass sie im Netz alles offenbaren, was sie nur können. Ich hatte sogar manche bekannte, die bei Facebook dermaßen aktiv mit den Status-Updates waren, dass ich mich gefragt habe, wann sie das eigentlich alles erledigt haben, was die bei Facebook so posten. Manche Leute führen somit in den sozialen Netzwerken ein paralleles Leben. Problematisch wird, wenn aus den Einträgen und Statusupdates der Facebook-süchtigen, sich ihr reales Leben vollkommen nachvollziehen lässt. Spätestens dann fühlen sich die Selbst-Darsteller, in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und verlangen von den sozialen Netzwerken eine Einschränkung der Sichtbarkeit der Informationen, die sie selbst publiziert haben.

Selbstoffenbarung und Selbstdarstellung und der Umgang mit der Privatsphäre in den Sozialen Netzwerken wird sicherlich an Relevanz gewinnen. Denn die Sozialen Netzwerke erreichten ihren Höhepunkt was die Besucheranzahl und Anzahl der registrierten Mitglieder angeht. Jetzt bauen sie ihren Einfluss und Interne Werbemaschinen aus. Um aus den Daten der Benutzer bares Kapital zu gewinnen.

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