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Gehirn & Psychologie
8. April 2008 Aktualisiert am 26. Juni 2026

Warum Wiederholung beim Lernen so wichtig ist

Warum ist Wiederholung beim Lernen so wichtig? Wie Wiederholung das Gelernte ins Langzeitgedächtnis bringt – und wie du sie richtig und gezielt einsetzt.

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Wissen allein verändert nichts — erst der Plan macht den Unterschied. Erstelle in Sekunden einen persönlichen Aktionsplan und setze das Gelesene sofort um.

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Antwort auf die Frage: warum denn die Wiederholung so wichtig beim Lernen.

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Weil während der ersten 24 Stunden wird ca. 80 % der gelernten Informationen vergessen. Beim lernen kommt es zu elektrischen Reaktionen im Gehirn. Durch wiederholen wird das Wissen so zu sagen befestigt denn beim erinnern der gelernten Informationen kommt es nicht mehr zu elektrischen Impulsen sondern zu chemischen Stoff-Reaktionen. Erst diese chemischen Reaktionen garantieren die Verankerung im Langzeitgedächtnis.

Es ist sehr effektiv wenn man das neue Wissen noch am gleichen Tag mindestens 3 mal abruft und wiederholt. Man muss es nicht neu lernen.
Es reicht mit Hilfe von Notizen die Informationen einige Minuten nach der Lerneinheit zu wiederholen. Später noch mal nach einigen Stunden, am Nachmittag sollte man die Hauptpunkte noch mal gedanklich durchgehen.
Und kurz vor dem Schlafen die letzte Wiederholung. Währen des Schlafs wird das Gehirn die Informationen noch mal selbst verarbeiten und ordnen.


Wenn die neu erlernten Informationen nicht abgerufen werden (durch Wiederholung oder Anwendung, was im Prinzip auch eine Wiederholung ist) geht der Weg zu diesen Informationen quasi verloren.

Schon die Römer in der Antike wussten es: "Repetitio mater studiorum est".


Warum Wiederholen so verlässlich wirkt

Dieser Beitrag bringt einen der robustesten Befunde der Lernforschung auf den Punkt. Hermann Ebbinghaus beschrieb schon im 19. Jahrhundert die Vergessenskurve: Ohne Auffrischung verlieren wir das meiste Neue rasch wieder. Drei Werkzeuge wirken dagegen:

  • Verteiltes Wiederholen (Spaced Repetition): die Auffrischungen über wachsende Abstände verteilen – das Leitner-Karteikastensystem macht genau das.
  • Aktives Abrufen statt Wiederlesen: der im Text betonte Punkt, das Wissen aus dem Kopf abzurufen, ist entscheidend. Dieses „Sich-selbst-Prüfen" festigt mehr als jedes erneute Durchlesen (Testing-Effekt).
  • Schlaf: wie der Text richtig sagt, ordnet und festigt das Gehirn im Schlaf – die letzte kurze Wiederholung vor dem Einschlafen ist deshalb besonders wertvoll.

„Repetitio mater studiorum est" – die Römer hatten recht. Mit der richtigen Wiederholungs-Strategie wird aus dem Pauken ein planmäßiges, verlässliches Behalten.