Was ich über Gedächtnistechniken und Lernen herausgefunden habe:
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Jeder der schon etwas über die so genannten Gedächtniskünstler gehört hat, war bestimmt überrascht und hat sich gefragt – wie machen die das bloß? Dann hat man zu dem einen oder anderen Buch gegriffen, das einem die Gedächtnistechniken etwas näherbringt. Bei Studenten ist es jedoch so, dass sie diese Gedächtnismethoden für ihr Studium kaum nutzen könnten denn die Bücher schildern nur die Basistechniken für möglichst breite Massen, die diese Bücher kaufen (sollen). Es gibt kaum ein Buch, das speziell für Studenten einer bestimmten Fachrichtung zugeschnitten, oder besser gesagt, geschrieben ist. Eine wahre Ausnahme von dieser Regel ist wohl das speziell für Studenten geschriebene Buch von Christian Grüning mit dem Titel: „Garantiert erfolgreich lernen", Wie Sie Ihre Lese- und Lernfähigkeiten steigern. Übrigens, das Buch ist schon in der zweiten Auflage erschienen und bei Amazon wurde in die Liste der Bestseller aufgenommen.
Was ich selbst herausgefunden habe ist, dass die normalen klassischen Methoden wie Namen-, Nummern-, Karten-, Wörter- oder Gesichter-Merken eigentlich kaum etwas mit dem Lernen an der Uni zu tun haben. An der Uni wird man mit abstrakten Definitionen und Formeln beworfen und da kann man nur schwer etwas mit z. B. dem „Major-System" anfangen. Aber was mir aufgefallen ist: diese klassischen Methoden sind so etwas wie eine Basis für den ganzen Rest. Ich habe bemerkt, dass nach dem ich alle solche Methoden angewendet habe, später habe ich intuitiv verschiedene Tricks (Einzelteile) aus verschiedenen Methoden zusammenkombiniert, und dadurch konnte ich erheblich leichter die abstrakten Inhalte im Gedächtnis behalten.
Meine beste Technik für das Gedächtnis und für das Lernen ist die Kombination von klassischen Gedächtnistricks mit einem Wiederholungssystem. Das Wiederholungssystem ist extrem wichtig! Ich selbst war am Anfang begeistert von Einprägen von Inhalten. Ich konnte sie nach einem Durchgang fast fehlerfrei wiederholen. Doch ich habe keinen Wert auf Wiederholung gelegt, und im Endeffekt habe ich die Sachen zwar gut gemerkt, aber irgendwann doch vergessen.
Eine Tatsache ist: Jeder Stoff lässt sich allein durch das Wiederholen einprägen und gut merken. Man braucht nur dafür viel Zeit.
Wenn man aber die Gedächtnistricks mit einem Wiederholungssystem kombiniert und konsequent „durchzieht" dann spart man Zeit und behält die Inhalte für mehrere Wochen.
Die stärkste Kombination, kurz gefasst
Deine Erkenntnis trifft genau, was auch die Lernforschung sagt: Merktechniken bringen Inhalte schnell hinein, aber erst das verteilte Wiederholen hält sie. Die beiden zusammen sind unschlagbar – Bilder und Verknüpfungen zum Einprägen, ein Wiederholungssystem zum Behalten.
Ein kleiner Zusatz macht es noch wirksamer: Wiederhole nicht durch erneutes Lesen, sondern durch aktives Abrufen – erst aus dem Gedächtnis nennen, dann nachschauen. Mit dieser Kombination und etwas Beständigkeit bleibt das Gelernte über Wochen abrufbar.