Welche Eigenschaften hat eine Direktbedarfsmatrix?
Die Frage ist klausurrelevant. Direktbedarfsmatrix (Matrize) und deren Eigenschaften sind Themen die häufig als Zusatzfragen in den Klausuren auftauchen. Das Wichtigste bei den Eigenschaften der Direktbedarfsmatrix ist, dass es vier wichtigste, - Haupteigenschaften gibt und zwei zusätzliche, die von Studenten oft vergessen werden.
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Die Frage ist klausurrelevant. Direktbedarfsmatrix (Matrize) und deren Eigenschaften sind Themen die häufig als Zusatzfragen in den Klausuren auftauchen.
Das Wichtigste bei den Eigenschaften der Direktbedarfsmatrix ist, dass es vier wichtigste, - Haupteigenschaften gibt und zwei zusätzliche, die von Studenten oft vergessen werden.
1. Direktbedarfsmatrix ist eine quadratische Matrize, das bedeutet, dass die Anzahl der Spalten genau der Anzahl der Zeilen entspricht. Diese Anzahl wiederum entspricht der Anzahl der betrachteten Teilearten.
2. Die allerwichtigste Eigenschaft der Direktbedarfsmatrix – die Hauptdiagonale enthält nur Nullen! Warum? Weil die betrachteten Teilearten werden sowohl in Spalten als auch in Zeilen aufgelistet und genau auf der Hauptdiagonalen „treffen" sich dieselben Teilearten, z.B. Teil4. Dies bedeutet wiederum, dass auf der Hauptdiagonalen einer Direktbedarfsmatrix immer Nullen sein müssen, weil kein Teil, z.B. Teileart4 kann nicht in sich selbst im Produktionsprozess eingehen. Eine Teileart geht in dem Produktionsprozess in eine andere Teileart aber niemals in sich selbst!
3. Teilearten deren SPALTEN nur Nullen aufweisen sind immer Rohstoffe oder Werkstoffe.
4. Teilearten deren ZEILEN nur Nullen aufweisen sind immer Fertigerzeugnisse.
Und jetzt die zwei zusätzlichen Eigenschaften der Direktbedarfsmatrix:
5. Wenn das obere Dreieck Zahlen großer als Null aufweist – sog. Obere Dreieckmatrix, dann ist das ein Hinweis, dass es sich im Produktionsprozess um einen Fortschreitenden Prozess handelt. Dies bedeutet, dass kein Teil höherer Produktionsebene geht in ein Teil der niedrigeren Produktionsebene ein. So was kann während Montageprozesses beobachten. Man braucht die einzelnen Werkstoffe, diese werden in Bauteile zusammengebaut. Die Bauteile werden wiederum zu Baugruppen zusammengefasst. Aus den Baugruppen werden Module montiert und diese in die Fertigerzeugnisse eingebaut. Es ist nicht möglich, dass z.B. die Module zurück in die Baugruppen fließen.
6. Handelt es sich dagegen um eine „untere Dreieckmatrix", die untere Ecke weist Zahlen größer als Null, dann hat man mit einem rückkoppelnden Produktionsprozess. Hier können sehr wohl Teile der höheren Produktionsebene in die Teile der niedrigeren Produktionsebene fließen. Dies ist bei Chemischen Prozessen (Anreicherung) oft der Fall.
Wie man die Eigenschaften einer Direktbedarfsmatrix leicht merken kann?
Eine mögliche Methode ist : die 6 Hauptmerkmale der einzelnen Eigenschaften zu 6 Schlüsselbegriffen zusammenfassen:
- Wir brauchen ein Quadrat,
- Eine Diagonale
- Rohstoffe = Spalten
- Fertigerzeugnisse = Zeilen
- Ein Pfeil der nach Vorne zeigt
- Ein Pfeil der wie ein Kreis gebogen ist.
Zeichne ein Quadrat. Teile das Quadrat mit der Diagonalen auf zwei symmetrische Teile. Oben (Spalten) liegt Holz (Rohstoffe) und links neben dem Quadrat ist ein Hocker – ein fertiges Erzeugnis. Aus der oberen rechten Ecke fliegt ein Pfeil nach Außen. In der unteren linken Ecke ist ein Pfeil kreisförmig gebogen (Rückkopplung)
Diese Zeichnung enthält alle Eigenschaften einer Direktbedarfsmatrix.
Buch zum Thema:
Basiswissen Betriebswirtschaft. Management, Finanzen, Produktion, Marketing
von Volker Schultz
# Taschenbuch: 312 Seiten
# Verlag: Beck Juristischer Verlag; Auflage: 2., überarb. u. erw. A. (Dez. 2005)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3423508639
# ISBN-13: 978-3423508636
# Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm
Eine Matrix, die man sich zeichnet
Bemerkenswert an diesem Beitrag ist die Lernmethode am Ende: die sechs Eigenschaften der Direktbedarfsmatrix in ein einziges Bild zu übersetzen (Quadrat, Diagonale, Holz oben, Hocker links, ein Pfeil nach außen, ein gebogener Pfeil). Genau das ist gute Lerntechnik – das Prinzip dahinter heißt duale Kodierung: Wer Inhalte zugleich in Worten und in einem Bild abspeichert, erinnert sie deutlich besser.
Ein Paradebeispiel dafür, dass man trockenen Stoff durch eine selbst gebaute Merk-Skizze richtig griffig machen kann.