Lernen und Gehirn

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Wirkung von Alkohol auf das Gehirn, Gehirnschaden durch Komasaufen

Von am 21.07.10 12:56, Aktualisiert am 10.04.11 21:48 | 2 Kommentare |

Beim Komasaufen verursacht Alkohol schwere Schäden im Gehirn. Erst Jahre später stellt sich heraus wie groß der Gehirnschaden eigentlich ist.
Bei den Jugendlichen wird das Komasaufen immer beliebter. Hier belegt eine Studie über Tierversuche wie Schädlich der dauerhafte Alkoholkonsum für das Gehirn ist. Besonders betroffen ist der Hippocampus, eine wichtige Struktur des Großhirns.
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Eine US-Akademie der Wissenschaften hat Untersuchungen an Affen durchgeführt, die eindeutig zeigten, welche Auswirkungen das Trinken auf das Gehirn hat.

Fazit: Übermäßiger Alkoholkonsum wie beispielsweise Komasaufen verursacht schwere Schäden im Gehirn. Die Konsequenzen sind erst Jahre später spürbar. Die Wirkung des Alkohols auf das Gehirn ist also nicht die positive. Schon gar nicht auf das Lernen.

Über einen Zeitraum von elf Monaten wurden zwei Gruppen von Affen untersucht. Die eine Gruppe bekam täglich eine Stunde Alkohol zugeführt, die andere Gruppe bekam absolut keinen Alkohol. Es wurden Blutalkoholtests durchgeführt, die belegten, dass die Affen sich bis auf 2,5 Promille betranken. Zum Ende der Versuche bekam dann zwei Monate lang kein Affe mehr Alkohol. Anschließend wurden die Gehirne der Tiere untersucht, und man konnte deutliche Veränderung der Struktur des Hippocampus (zuständig fürs Langzeitgedächtnisses) feststellen. Nicht nur die Bildung der Nervenzellen war deutlich vermindert, sondern auch der Wachstum der einzelnen Zellen wies Abweichungen auf.


Mit diesen Versuchen kann man daraus schließen, dass das dauerhafte Komasaufen auch langwierige Auswirkungen auf das menschliche Gehirn hat.

Promillegrenzen und die Wirkung des Alkohols auf den Körper:

0,2 bis 0,5 Promille: die Risikobereitschaft steigt, Hör- und Sehvermögen, Aufmerksam, Konzentration sowie Reaktionsvermögen lassen nach.

Ab 0,5 Promille: Gleichgewichtsstörungen können auftreten, und der Betrunkene reagiert oft enthemmt und neigt zu Selbstüberschätzung.

Ab 0,8 Promille: Es kommt zum sogenannten Tunnelblick, die Wahrnehmung von Gegenständen und das räumliche Sehen sind beeinträchtigt. Die Gleichgewichtsstörungen, Selbstüberschätzungen und Konzentrationsschwäche nehmen sehr stark zu.

1,0 bis 2,0 Promille: das Rauschstadium beginnt. Konzentrationsschwäche und Aufmerksamkeit lassen nach, es kommt zu sehr starken Gleichgewichtsstörungen. Der Betrunkene zeigt unter anderem folgende Symptome: Verwirrtheit, Sprechstörungen sowie Orientierungsstörungen.

2,0 bis 3,0 Promille: das Stadium der Betäubung beginnt, die Muskeln erschlaffen, Reaktionsvermögen ist kaum mehr vorhanden. Was besonders auffällt sind nun die Gedächtnis- und Bewusstseinsstörungen.

Ab 3,0 Promille: sämtliche Reflexe fehlen, es kommt zur Unterkühlung, Bewusstlosigkeit und Gedächtnisverlust. Nun beginnt auch das Lähmungsstadium.

Ab 4,0 Promille: nun wird's sehr gefährlich für den Betrunkenen. Durch das Auftreten von Lähmungen kommt es zu unkontrollierten Ausscheidungen, und Atemstillstand, wobei der Betroffene ins Koma fallen kann oder es auch tödlich enden kann.


Der Drogenkonsum nimmt jährlich zu, hier einige Beispiele im internationalen Vergleich:
Alkoholkonsum:

Spitzenreiter ist hier die Ukraine mit 97 Prozent. Deutschland hat einen Konsum von 95,3 Prozent und die USA 91,6 Prozent.

Drogenkonsum - Cannabis:
Spitzenreiter ist hier die USA mit 42,4 Prozent, gefolgt von Neuseeland mit 41,9 Prozent. Deutschland ist in dieser Studie auf Platz fünf mit 17,5 Prozent.

Drogenkonsum - Tabak:

Spitzenreiter hier wiederum die USA mit 73,6 Prozent. 67,4 Prozent erreichte der Libanon. Deutschlands Tabakkonsum beträgt hierbei 51,9 Prozent.

Alle Angaben sind von der WHO veröffentlich worden.
Die Polizei hat ebenfalls eine Initiative gegen das Komasaufen gegründet: „ Don´t drink too much" heißt es hier. Es gibt mehrere Schockfotos, die auf Plakaten, Anzeigen und Bierdeckeln die Betroffenen davon abhalten sollten, sich bis ins Koma zu betrinken.

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2 Kommentare

Sehr informativ und sehr Hilfreich.

Es ist interessant, aber nichts was man nicht ohnehin schon gewusst hat. Feldforschung und Langzeitstudien mit Menschen würden da aussagekräftiger sein.

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