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Produktion
14. September 2009

Gutenberg Produktionsfunktion: Beispiel einer Klausuraufgabe

Gutenberg-Produktionsfunktion einfach erklärt: zeitliche, quantitative, zeitlich-quantitative und intensitätsmäßige Anpassung – mit durchgerechneter Klausuraufgabe.

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Die Produktionsfunktion nach Gutenberg beschreibt den funktionalen Zusammenhang zwischen den eingesetzten Inputs und dem maximal erzielbaren Output. Sie ist ein Klassiker in Produktions- und Kostentheorie-Klausuren.

Die Grundformel

Der Output ergibt sich aus drei Faktoren:

X = t · d · z

  • t = Zeit (Arbeitszeit)
  • d = Leistungsintensität (Produktionsgeschwindigkeit)
  • z = Maschinenanzahl

Die vier Anpassungsformen

AnpassungWas variiert wird
Zeitliche AnpassungVariation der Arbeitszeit t (Überstunden)
Quantitative AnpassungVariation der Maschinenanzahl z
Intensitätsmäßige AnpassungVariation der Produktionsgeschwindigkeit d
Zeitlich-quantitative Anpassungerst zeitlich bis zur Vollauslastung, dann Zuschaltung weiterer Maschinen (Break-Even-Punkt)

Durchgerechnetes Beispiel (Kostenfunktionen)

Ausgehend von einer Grundkostenfunktion ergeben sich je nach Anpassung verschiedene Bereiche:

  • ohne Anpassung: K₁(x) = 1.000 + 20x für 0 < x < 800
  • zeitliche Anpassung: K₂(x) = 25x − 3.000 für 800 < x < 1.000
    (erst ohne Anpassung 20·800, dann Anpassung 25·(x−800))
  • quantitative Anpassung: K₃(x) = 20x + 2.000 für 1.000 < x < 1.600
  • zeitlich-quantitative (Vollauslastung): K₄(x) = 25x − 6.000 für 1.600 < x < 2.400

Den Wechselpunkt zwischen zeitlicher und quantitativer Anpassung (Break-Even) findet man durch Gleichsetzen: K₂(x) = K₃(x) → 25x − 3.000 = 20x + 2.000 → x = 1.000. Bis 1.000 Einheiten lohnt die zeitliche, darüber die quantitative Anpassung.

Hinweis zur selektiven Anpassung: Hier startet man mit der Maschine mit den niedrigsten variablen Kosten und schaltet weitere in aufsteigender Reihenfolge ihrer VK hinzu; bei Drosselung zuerst die teuerste Maschine ab. Bei großen Unterschieden zwischen Fix- und variablen Kosten kann eine Fallunterscheidung nötig sein.

Zusammenfassung und Lerntipp

Auf den Punkt: Die Gutenberg-Produktionsfunktion X = t·d·z kennt vier Anpassungen (zeitlich, quantitativ, zeitlich-quantitativ, intensitätsmäßig). Der Break-Even ergibt sich durch Gleichsetzen der Kostenfunktionen.

Lerntipp: Rechenaufgaben wie diese sitzen nur durch Üben. Plane die Wiederholung gezielt und arbeite die Theorie mit der PQRST-Methode durch.