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Volkswirtschaft (VWL)
19. April 2009

Vor- und Nachteile der Preisregulierung auf dem Markt für Wohnungen

Ein staatlicher Höchstpreis (z. B. Mietendeckel) unter dem Gleichgewichtspreis führt zu Wohnungsknappheit und Rationierung. Vor- und Nachteile der Preisregulierung – erklärt.

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Eine staatliche Preisbindung greift in den Marktmechanismus ein. Je nach Richtung führt sie zu einem Nachfrage- oder Angebotsüberschuss – oft mit unbeabsichtigten Nebenwirkungen.

Standardbeispiel: Höchstpreis für Mietwohnungen

Weil Mieten hoch sind, wird ein Höchstpreis eingeführt. Wirksam ist er nur, wenn er unterhalb des Gleichgewichtspreises liegt. Genau dann entsteht aber ein Problem: Zum niedrigen Preis gibt es nicht genügend Wohnungen für alle Nachfrager.

Die Kehrseite: Rationierung

Bei Knappheit muss rationiert werden. Der Vermieter kann sich aussuchen, an wen er vermietet – und bevorzugt häufig den, der trotz Höchstpreis am meisten bietet oder die beste Bonität hat. Die ursprüngliche Absicht – einkommensschwachen Menschen günstigen Wohnraum zu sichern – kehrt sich um: Gerade sie gehen oft leer aus. Von Verteilungsgerechtigkeit kann dann keine Rede mehr sein. Solche Eingriffe sind eine Antwort auf Marktmacht, wie sie etwa ein Monopolist ausübt.

Zusammenfassung und Lerntipp

Auf den Punkt: Ein Höchstpreis unter dem Gleichgewichtspreis erzeugt Wohnungsknappheit und Rationierung – häufig zulasten genau der Gruppe, die geschützt werden sollte.

Lerntipp: Solche „gut gemeint, schlecht gewirkt"-Mechanismen versteht man nur über die Ursache-Wirkungs-Kette – ideal für die Kreis-des-Wissens-Methode.