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Uni-Hannover
14. März 2017

8218 Bewegte 8216 Neuzeit Informierte Reflexionen zu Aspekten von Prekarisierung Immigration und Migration im 8222 Haus Europa 8220

Die gegenwärtige Welt ist zweifellos stets in Bewegung. Mit dem Prozess der Globalisierung sind Datenströme und ein enormer Finanzverkehr verbunden, Waren werden permanent über kurze oder weite Strecken verbracht und Güter auf Werkstraßen produziert. In diesen zumeist neoliberal marktwirtschaftlichen Verhältnissen...

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Die gegenwärtige Welt ist zweifellos stets in Bewegung. Mit dem Prozess der Globalisierung sind Datenströme und ein enormer Finanzverkehr verbunden, Waren werden permanent über kurze oder weite Strecken verbracht und Güter auf Werkstraßen produziert. In diesen zumeist neoliberal marktwirtschaftlichen Verhältnissen sind die Subjekte, die Menschen, gleichfalls angehalten mobil und flexibel für ihre Existenzsicherung zu sorgen. Zu agieren und zu reagieren in der Lebensplanung, der Bildung, im Beruf. Dies alles geschieht in und mittels lokaler und globaler Vernetzung in komplexen Abhängigkeiten. Damit einher- sowie daraus hervorgehend wirken jedoch auch Dynamiken, welche keinesfalls produktiv sind, sondern vielmehr nachhaltig destruktiv und verheerend: Nämlich Armut, Hunger, soziale Konflikte, Krieg und Klimakatastrophen. Diese Verwerfungen geben Menschen nicht nur den Anlass zur Flucht aus vertrauten Orten und Regionen, sie schaffen oft die schiere Notwendigkeit dazu. Ca. 60 Millionen Menschen befinden sich derzeit weltweit auf der Flucht. Ein relativ sehr geringer Teil davon macht sich auf den gefährlichen Weg nach Europa, ein noch geringerer migriert in die BR Deutschland. Das Einwanderungsland Deutschland mit seiner Migrationsgesellschaft ist schon seit längerem geprägt von neudeutschen Immigrant_innen, die an seiner Produktivkraft relevant mitwirken. Doch bei aller Beweglichkeit heißt dies nicht, dass eine soziale Mobilität im ökonomischen Sinn gegeben ist. Insbesondere in der BRD bleibt der ökonomische und damit gesellschaftlich soziale Aufstieg nachweislich oftmals versperrt. Die soziale Situation bleibt demnach für viele so genannte -bildungsferne Schichten- statisch. Dies benachteiligt im gleichen Maße Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Die geschaffene Immobiltät trifft ‚Abgehängte‘ und Prekarisierte jeglicher Herkunft. Vor allem Institutionen der Bildung sind an der Verstetigung dessen beteiligt. Den genannten Gegebenheiten sowie dem Klärungsbedarf, der sich aus all diesen Feststellungen auch für eine berufliche Praxis ergibt, wollen wir uns im Seminar konkret widmen. Bitte melden Sie sich bei Interesse zu Semesterbeginn über Stud.IP für die Veranstaltung an. Die Anmeldung sollte in der ersten Veranstaltung durch persönliche Anwesenheit bestätigt werden oder ein Fehlen zumindest entschuldigt sein. Die Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben und bei Stud.IP eingestellt. Sozial-/Sonderpädagogik, Bachelor Tech. Edu. Im Seminar ist eine aktive Mitarbeit und Diskussion aller zum Gelingen erwünscht. Universität Hannover SoSe 2016 Bildungswissenschaften, M.A. Dipl. Sozialwiss. Steckert Ralf Dipl Sozialwiss