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Uni-Hannover
17. Juli 2017

Altes Neues Geniales Apologie der Geschichtswissenschaft

»Sag´ mir Papa! Wozu ist eigentlich die Geschichte gut?« Mit der Frage eines kleinen Jungen an seinen Vater leitete der französische Historiker und Mediävist Marc Bloch sein unvollendetes, posthum veröffentlichtes Werk -Apologie der Geschichtswissenschaft oder der Beruf des Historikers- ein....

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»Sag´ mir Papa! Wozu ist eigentlich die Geschichte gut?« Mit der Frage eines kleinen Jungen an seinen Vater leitete der französische Historiker und Mediävist Marc Bloch sein unvollendetes, posthum veröffentlichtes Werk -Apologie der Geschichtswissenschaft oder der Beruf des Historikers- ein. Mit schlichter Präzision vermochte er damit sowohl Programmatik als auch Zielsetzung seiner Arbeit zu illustrieren: Sich Jung und Alt, Fachpublikum und interessierten Laien gleichermaßen verständlich zu machen und dabei nicht weniger als die Legitimität der Geschichtswissenschaft zu diskutieren, war sein selbstgestecktes Ziel. Über 70 Jahre nach Blochs Ermordung und nunmehr 66 Jahre nach der Erstausgabe des Werkes durch seinen langjährigen Kollegen und Wegbegleiter Lucien Febvre sind vergangen. Neben der fundamentalen Neuedition durch Blochs Sohn Étienne aus dem Jahr 1993 erlebte die Apologie mittlerweile zahlreiche Neuauflagen und Übersetzungen. Aus der Riege der Klassiker der Geschichtswissenschaft ist das Bloch´sche Werk kaum mehr wegzudenken. Grund genug also, um sich im Rahmen dieses Seminares intensiv mit der Lektüre und Diskussion der Arbeit zu befassen. Da die einleitend zitierte Frage Blochs zur Selbstreflektion eines breiten Berufsstandes einlädt, richtet sich das Seminar nicht nur an angehende Fachwissenschaftler sondern gezielt auch an Lehramtsstudierende. Im Seminar werden wir zunächst den historischen Entstehungskontext der Apologie (auch anhand der Historiker-Schule der Annales) abstecken. Im Wesentlichen will sich das Seminar im Verlauf des Semesters jedoch der gemeinsamen Lektüre des Werkes widmen. Schritt für Schritt sollen die einzelnen Kapitel dann diskutiert und die zentralen Inhalte der Arbeit im Plenum erörtert werden. Bloch, Marc: Apologie der Geschichtswissenschaft oder der Beruf des Historikers, nach der von Étienne Bloch edierten franz. Ausgabe, hrsg. v. Peter Schöttler, mit einem Vorwort von Jacques Le Goff, aus dem Franz. übers. v. Wolfram Bayer, Stuttgart ²2008. Folkens, M.A., Christopher Aus didaktischen Gründen ist die Veranstaltung auf 20 Teilnehmer beschränkt. Die Vergabe von Leistungspunkten erfolgt auf Basis der (gemeinsamen) Lektüre und Diskussion des zugrundeliegenden Werkes. Die Anschaffung des Werkes ist daher verpflichtend! Der Besuch der Vorbesprechung am 14.10.2015 von 18:00 – 20:00 ist obligatorisch (und dient u.a. der konkreten Semesterplanung; Blocksitzungen sind möglich). Da die Anzahl der Teilnehmer beschränkt ist, erfolgt die Verteilung der Plätze am 01.10.15 durch Auslosung Universität Hannover WiSe 2015/16 Geschichte, Master LA Gymnasium Daniel Kaune M Ed Daniel