Uni-Düsseldorf
14. März 2017Aufbauseminar Acoustic Studies Forschungsmethoden auditiver Medienkulturen
Die Soundscape der Welt ist im Wandel, konstatiert der kanadische Komponist und Klangforscher Murray Schafer im Jahre 1977. Dies ist insofern von enormer Bedeutung, da unsere Umwelt in allen Bereichen akustisch definiert ist und wir sie ununterbrochen obgleich häufig nur...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Soundscape der Welt ist im Wandel, konstatiert der kanadische Komponist und Klangforscher Murray Schafer im Jahre 1977. Dies ist insofern von enormer Bedeutung, da unsere Umwelt in allen Bereichen akustisch definiert ist und wir sie ununterbrochen obgleich häufig nur unbewußt akustisch wahrnehmen.
Doch wie läßt sich der Wandel der Klanglandschaft jenseits von Dezibelmessungen beschreiben und medienkulturwissenschaftlich erforschen? Was verstehen wir unter einer akustischen Umweltverschmutzung? Sollte Stille, sofern es sie überhaupt gibt, das angestrebte Ziel sein? Welche Rolle spielen technische Medien zur Speicherung und Übertragung von Sound für unser Hörverständnis und für unsere Wahrnehmung? Wie prägt Akustisches unsere Identität? Und wie (bzw. warum) sind Klänge an Orte und Erinnerungen gebunden?
Das vierstündige Seminar möchte den Studierenden neben einem Überblick in das noch junge Forschungsgebiet der Acoustic Studies zugleich Methoden zur Erforschung auditiver Medienkulturen an die Hand geben. Medienarchäologische Herangehensweisen sollen dabei ebenso berücksichtigt werden wie akustische Feldforschung, Filmsoundanalysen oder hörpädagogische Ansätze wie Schafers Ear Cleaning. Hierfür werden sich die Studierenden die Theorien und Methoden erarbeiten und praktisch an eigenen Forschungsarbeiten erproben.
Das Seminar kann nach Absprache mit dem Modul Projektarbeit gekoppelt werden. Multimediale oder akustische Experimente zu den einzelnen Themenfeldern sind ausdrücklich erwünscht.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit, als Forschungsarbeit die Online-Plattform http://www.duesseldorf-sounds.de um multimediale Soundspaziergänge zu erweitern.
Studium Universale
Universität Düsseldorf
WiSe 2016/17
Olbrisch Annika