Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar DADA 100

Mitten im Ersten Weltkrieg, am 5. Februar 1916, eröffnete Hugo Ball mit internationalen Literaten- und Künstlerfreunden in Zürich, in der neutralen Schweiz, eine -Künstlerkneipe-, ein -literarisches Cabarett-, eine -lebendige Zeitschrift gewissermaassen-: das berühmte -Cabaret Voltaire-. Emmy Hennings, Hans Arp, Marcel...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Mitten im Ersten Weltkrieg, am 5. Februar 1916, eröffnete Hugo Ball mit internationalen Literaten- und Künstlerfreunden in Zürich, in der neutralen Schweiz, eine -Künstlerkneipe-, ein -literarisches Cabarett-, eine -lebendige Zeitschrift gewissermaassen-: das berühmte -Cabaret Voltaire-. Emmy Hennings, Hans Arp, Marcel Janco, Tristan Tzara und Richard Hülsenbeck wirkten in den Folgemonaten mit, die Auftritte, Aktionen und Publikationen wurden zunehmend provokativer. Im Mai 1916 erscheint zum ersten Mal der Begriff -DADA-. Er steht für die Rückkehr zum Primitiven, Ursprünglichen. Abstrakte Wortspielereien, konkrete Kunst, Lautgedichte und Bruitismus zeugen vom Bruch mit Traditionen, von Aggression und Polemik ebenso wie von der Suche nach neuen Ausdrucksweisen. Ein zweites DADA-Zentrum entsteht zum Ende des Ersten Weltkriegs in Berlin. Hier mitten in der deutschen Hauptstadt wird die Bewegung mit Richard Hülsenbeck, Raoul Hausmann, Hanna Höch, John Heartfield, George Grosz u.a. deutlich politischer. Die Vielfalt der Strömungen, die Provokation des Kunstbetriebs und ihre Auswirkungen werden im Seminar diskutiert. Ebenso ist zu untersuchen, wie sich die Musik zu dieser Kunstbewegung verhält. Eine DADA-Epoche ist so in der Musikgeschichte nicht existent, gleichwohl zahlreiche Komponisten wie Ernst Schulhoff, Stefan Wolpe oder auch bereits Eriks Satie Elemente des DADA in ihre Werkästhetik übernehmen. Wie sich Musik und Literatur hier zu einander verhalten und gegenseitig beeinflussen, wird ebenfalls zu beleuchten sein. Bischoff, Ulrich (Hrsg.): Kunst als Grenzbeschreitung: John Cage und die Moderne. Kat. Ausst. Staatsgalerie moderner Kunst, München, 1991. Erik Satie, Musikkonzepte Band 11, hrsg. Heinz-Klaus Metzger und Rainer Riehn, edition text + kritik. München 1980. Orledge, Robert: Satie the Composer. Music in the Twentieth Century. Cambridge University Press, Neuauflage 2008. Bemerkung Es handelt sich um ein interdisziplinäres Seminar für Studierende der Musikwissenschaft und der Germanistik. Leistungsnachweis Bedingungen für AP und BN: BN: aktive Teilnahme, Übernahme einer Eigenleistung (Referat) AP: aktive Teilnahme, Übernahme einer Eigenleistung (Referat), Verfassen einer Studienarbeit (ca. 15 Seiten) Termine: Anmeldung: 21.11.2015, Themenausgabe: 21.12.2015, Abgabe der Arbeit: 8.2.2016 Wasserloos, Yvonne , PD Dr. Bedingungen für AP und BN: BN: aktive Teilnahme, Übernahme einer Eigenleistung (Referat) AP: aktive Teilnahme, Übernahme einer Eigenleistung (Referat), Verfassen einer Studienarbeit (ca. 15 Seiten) Termine: Anmeldung: 21.11.2015, Themenausgabe: 21.12.2015, Abgabe der Arbeit: 8.2.2016 Universität Düsseldorf WiSe 2015/16 Dr. Füllner Karin