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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar Gramática Morfosintaxis del español Spanisch

Vereinfacht lässt sich sagen: Die Morphosyntax einer Sprache ist der Regelapparat, der es erlaubt, Wörter (iwS als Bausteine einer Sprache) so zu größeren Einheiten - vor allem Sätzen - zusammenzusetzen, dass die Bedeutung der Sätze mehr ist als nur die...

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Vereinfacht lässt sich sagen: Die Morphosyntax einer Sprache ist der Regelapparat, der es erlaubt, Wörter (iwS als Bausteine einer Sprache) so zu größeren Einheiten - vor allem Sätzen - zusammenzusetzen, dass die Bedeutung der Sätze mehr ist als nur die Menge der Bedeutungen der Wörter, aus denen sie zusammengesetzt sind. El gato come el pollo hat nicht die gleiche Bedeutung wie El pollo come el gato, trotz exakt gleicher Elemente. Und María es más alta verlangt nach einer (mindestens kontextuellen) Ergänzung, für die in dem Ausdruck más alto eine Rolle vorgesehen zu sein scheint. Mit anderen Worten: Die Morphosyntax trägt zur Bedeutung von Sätzen bei genau wie die Wörter. Der Terminus Morphosyntax deutet dabei an, dass sowohl Aspekte dessen, was häufig der Morphologie zugeordnet wird (Art, Form, z.T. auch Bedeutung kleiner und kleinster bedeutungstragender Einheiten, Wortarten, Wörter und ihre Wortformen), als auch dessen, was in den Bereich der Syntax fällt (Beziehungen zwischen Wörtern in Syntagmen und Sätzen, Satzteile), eine Rolle spielt: gebundene Morpheme, freie Morpheme und die Reihenfolge der Elemente geben Hinweise dazu, wie die Bedeutungen der Elemente zueinander in Beziehung stehen. Das Seminar widmet sich der Einordnung der Morphosyntax innerhalb anderer etablierter sprachlicher Beschreibungsebenen (Syntax, Morphologie, Lexik, Semantik), der Einführung in die wichtigsten Instrumente zur Beschreibung morphosyntaktischer Phänomene, und einer überblicksartigen Behandlung der Morphosyntax des Spanischen. Dabei soll immer die Beziehung zwischen Morphosyntax und Satzsemantik/Pragmatik im Vordergrund stehen.* Neben der Aneignung von Wissen dient der Kurs dem Training folgender Kompetenzen: eigenständiges Lesen wissenschaftlicher Literatur, Anwendung des Wissens auf unbekanntes Sprachmaterial, klarer Ausdruck im Austausch über sprachliche Phänomene, Argumentation für und gegen mögliche Erklärungsmodelle. Das Seminar soll nach Möglichkeit in (großen) Teilen auf Spanisch stattfinden. * Die Bedeutung eines Satzes ist eben noch mehr als -nur- die durch morphosyntaktische Informationen zusammengesetzten Bedeutungen seiner Wörter. Zur vorbereitenden und seminarbegleitenden Lektüre empfohlen: • Berschin, Helmut/Fernández-Sevilla, Julio/Felixberger, Josef (42012): Die spanische Sprache: Verbreitung, Geschichte, Struktur, Hildesheim: Olms. • Dürscheid, Christa (42007): Syntax: Grundlagen und Theorien, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. • Carratalá, Ernesto (1980): Morfosintaxis del castellano actual, Barcelona: Labor. • Santillán, Elena (2015): Spanische Morphosyntax, Tübingen: Narr. (mit Vorsicht zu konsultieren) • Wandruszka, Ulrich (2001): Morphosyntax/Morphosyntaxe. In: LRL I/1, p. 940-952. Voraussetzungen Teilnahmevoraussetzungen: • Abgeschlossenes Basis- und Vertiefungsmodul • Bereitschaft, sich aktiv mit anspruchsvollen sprachwissenschaftlichen Texten und Analysen auseinanderzusetzen Leistungsnachweis Leistungsnachweise: • BN: Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist das Bearbeiten der Übungsblätter oder die Präsentation eines Themas. • AP: Eine Modulabschlussprüfung erfolgt in Form einer Hausarbeit; gegebenenfalls ist eine mündliche Prüfung möglich. Institut für Romanistik Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Terhalle Anselm