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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Aufbauseminar Posthuman Subjectivity

We are not all humans, or not human to the same degree, not if by human

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We are not all humans, or not human to the same degree, not if by human' you mean to refer to the dominant vision of the Subject as white, male, heterosexual, urbanized, able-bodied, speaking a standard language and taking charge of the women and the children. Many of us belong to other, more marginalized categories or groups: non-white, non-male, nonheterosexual, not urbanized, not able-bodied, not speaking a standard language, not in charge of the women and the children. The world itself is not human, but teems with organisms and lifeforms parallel to but distinct from our species. Those who are other-than human, or otherwise human, cannot claim full allegiance to the dominant vision of the human subject: their belonging is negotiable at best. (Rosi Braidotti) The Posthuman ist nicht das neue Subjekt, das, was nach dem Menschen käme, sondern eine Bewegung der Beunruhigung a de-centering of Man, the former measure of all things , die die gewaltvolle Grenzziehung zwischen dem sogenannten Menschlichen und dem sogenannten Nicht-Menschlichen selbst heimsucht. Die Geschichte of Man schreibt sich als eine Geschichte des gewaltvollen, konstitutiven Ausschlusses der sogenannten Anderen: Als strukturelle Andere des universellen, rationalen Subjekts fungieren, wie poststrukturalistische, postmoderne, feministische, queere, postkoloniale und subalterne Theoretiker_innen herausgestellt haben, u.a. die sexualisierten Anderen Frauen, LGBT´s , ebenso wie die rassifizierten Anderen. Die posthumanistische Theorie fragt in diesem Sinne nach dem konstitutiven Ausschluss der naturalisierten, irdischen Anderen nichtmenschlichen Tieren, Pflanzen, Materie, der Erde , ebenso wie nach den technologischen Anderen Maschinen, Dingen, digitalen Netzwerken , um die anthropozentrische Grenzziehung selbst zu destabilisieren, eine Differenz im Inneren zu denken zu geben: Das Nichtmenschliche, das ich also bin... (Derrida)  Vor dem Hintergrund der technologischen Bedingung der Kybernitisierung, der Cyberculture, der Informatik, Nanobiologie, Gentechnologie, der Prothetischen Technologien, Neurowissenschaften, Robotik, Artificial Intelligence, Artificial Life Research, dem Biogenetischen Engineering usw. erscheint posthumane Subjektivität gleichzeitig als ein höchst umkämpftes Feld der Bedeutungsproduktion, das vielfach zugunsten einer anthropozentrisch-technohumanistischen-transhumanistischen Vision eines technologisch-prothetisch-verbesserten (Über-)Menschen vereinnahmt wird. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso dringlicher andere Erzählungen der Durchkreuzung des heiligen Ebenbildes des Selben/ the fantasy of human exceptionalism/Speziesismus anzubieten vielleicht in einem radikaleren Sinne eines I am a compost-ist, not a posthuman-ist (Haraway). Im Seminar wollen wir uns neben Texten zur posthumanistischen Theorie, u.a. von Donna Haraway, Karen Barad, Bruno Latour, Rosi Braidotti, Cary Wolfe, Jacques Derrida, Astrid Schrader und Catherine Hayles, mit medialen Repräsentationen posthumaner Subjektivität auseinandersetzen, u.a. in seriellen Formaten der zeitgenössischen Medienkulturen wie Westworld, True Blood und In the Flesh. Das Seminar findet 4-stündig 14-tägig statt. Beginn ist am 27.10. Medien- und Kulturwissenschaft (BA, PO 2013) Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Handel Lisa