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Uni-Düsseldorf
17. Juli 2017

Aufbauseminar Schönheitshandeln

Schönheitshandeln beschäftigt jeden Menschen im alltäglichen Leben, manchen mehr, manchen weniger bewusst, angefangen bei der morgendlichen Rasur des Bartes auf männlicher, dem Schminken oder dem Lackieren der Fingernägel auf weiblicher Seite. Diese und ähnliche Routinehandlungen werden von den meisten Menschen...

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Schönheitshandeln beschäftigt jeden Menschen im alltäglichen Leben, manchen mehr, manchen weniger bewusst, angefangen bei der morgendlichen Rasur des Bartes auf männlicher, dem Schminken oder dem Lackieren der Fingernägel auf weiblicher Seite. Diese und ähnliche Routinehandlungen werden von den meisten Menschen nicht als explizite Schönheitshandlungen, sondern als integraler Bestandteil des Tagesablaufes interpretiert. Dabei haben diese Routinen eine größere Wirkung als in der Alltagswahrnehmung angenommen, denn -Schönheitshandeln […] ist ein Medium der Kommunikation und dient der Inszenierung der eigenen Außenwirkung zum Zweck der Erlangung von Aufmerksamkeit und Sicherung der eigenen Identität- (Degele 2004, 10). Somit dient das Schminken oder Rasieren nicht nur als Mittel, mit denen sich das Individuum verschönern kann, um auf den verschiedenen Tauschmärkten, vom Heirats- und bis zum Arbeitsmarkt, bessere Renditen zu erlangen. Schönheitshandlungen haben ebenso die Sicherung und (Re-)Präsentation der eigenen Identität und damit der eigenen Individualität zum Ziel. Das Spektrum der Schönheitshandlungen erschöpft sich nicht in den beispielhaft erwähnten alltäglichen und reversiblen Handlungen. Es existiert darüber hinaus eine Reihe von Maßnahmen, die bewusst gewählt werden müssen und wesentlich langlebiger sind; zum Beispiel Tätowierungen, Piercings oder Schönheitsoperationen. Neben der Erarbeitung der unterschiedlichen Formen des Schönheitshandelns, werden die Studierenden der Frage nachgehen, welche Instanzen und Institutionen einen Einfluss auf die Neigung zu bestimmten Schönheitshandlungen bzw. Schönheitshandeln als Ganzes ausüben. Den theoretischen Rahmen dabei stellen, neben dem Habitus-Konzept von Bourdieu, der Uses-and-Gratifications und/oder der dynamisch-transaktionale Ansatz dar. Die Studierenden werden sich im Rahmen des Seminars mit Fragen beschäftigen wie z.B.: • welche Formen des Schönheitshandelns gibt es? • wie wirkt das Individuum im Alltag? • warum bearbeitet man das Äußere? • welche Vor- und Nachteile bringt Schönheitshandeln mit sich? • welche Einflussfaktoren bedingen Schönheitshandeln? • wie wirken Medien auf das Schönheitshandeln? • können Medien Schönheitsideale konstituieren? Literatur Schönheitshandeln: Abendroth, Alana (2009): Bodymodification. Tattoos, Piercings, Scarifications ; Körpermodifikation im Wandel der Zeit. 1. Aufl. Diedorf: Ubooks-Verl. Bourdieu, Pierre (2007): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Degele, Nina (2004): Sich schön machen. Zur Soziologie von Geschlecht und Schönheitshandeln. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Kasten, Erich (2006): Body-Modification. Psychologische und medizinische Aspekte von Piercing, Tattoo, Selbstverletzung und anderen Körperveränderungen. München, Basel: E. Reinhardt. Penz, Otto (2010): Schönheit als Praxis. Über klassen- und geschlechtsspezifische Körperlichkeit. 1. Aufl. Frankfurt am Main: New York: Campus. Posch, Waltraud (2009): Projekt Körper. Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt. Frankfurt am Main: Campus. Renz, Ulrich (2006): Schönheit. Eine Wissenschaft für sich. Berlin: Berlin-Verl. Medienwirkung: Blumler, J. G. (1979): The Role of Theory in Uses and Gratifications Studies. In: Communication Research 6 (1), S. 9–36. Früh, Werner und Klaus Schönbach (1982): Der Dynamisch-Transaktionale Ansatz. Ein neues Paradigma der Medienwirkungen. In: Publizistik 27 (1-2), S. 23–39. Früh, Werner und Klaus Schönbach (2005): Der dynamisch-transaktionale Ansatz III. Eine Zwischenbilanz. In: Publizistik 50 (1), S. 4–20. Katz, Elihu; Blumler, Jay G. und Michael Gurevitch (1974): Utilization of Mass Communication by the Individual. In: Jay G. Blumler und Elihu Katz (Hg.): The Uses of mass communications. Current perspectives on gratifications research. Beverly Hills: Sage Publications (v. 3), S. 19–34. Schenk, Michael (2002): Medienwirkungsforschung. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck. Schönheitshandeln: Abendroth, Alana (2009): Bodymodification. Tattoos, Piercings, Scarifications ; Körpermodifikation im Wandel der Zeit. 1. Aufl. Diedorf: Ubooks-Verl. Bourdieu, Pierre (2007): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Degele, Nina (2004): Sich schön machen. Zur Soziologie von Geschlecht und Schönheitshandeln. 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Kasten, Erich (2006): Body-Modification. Psychologische und medizinische Aspekte von Piercing, Tattoo, Selbstverletzung und anderen Körperveränderungen. München, Basel: E. Reinhardt. Penz, Otto (2010): Schönheit als Praxis. Über klassen- und geschlechtsspezifische Körperlichkeit. 1. Aufl. Frankfurt am Main: New York: Campus. Posch, Waltraud (2009): Projekt Körper. Wie der Kult um die Schönheit unser Leben prägt. Frankfurt am Main: Campus. Renz, Ulrich (2006): Schönheit. Eine Wissenschaft für sich. Berlin: Berlin-Verl. Medienwirkung: Blumler, J. G. (1979): The Role of Theory in Uses and Gratifications Studies. In: Communication Research 6 (1), S. 9–36. Früh, Werner und Klaus Schönbach (1982): Der Dynamisch-Transaktionale Ansatz. Ein neues Paradigma der Medienwirkungen. In: Publizistik 27 (1-2), S. 23–39. Früh, Werner und Klaus Schönbach (2005): Der dynamisch-transaktionale Ansatz III. Eine Zwischenbilanz. In: Publizistik 50 (1), S. 4–20. Katz, Elihu; Blumler, Jay G. und Michael Gurevitch (1974): Utilization of Mass Communication by the Individual. In: Jay G. Blumler und Elihu Katz (Hg.): The Uses of mass communications. Current perspectives on gratifications research. Beverly Hills: Sage Publications (v. 3), S. 19–34. Schenk, Michael (2002): Medienwirkungsforschung. 2. Aufl. Tübingen: Mohr Siebeck. Bemerkung ACHTUNG - interne Deadline: Der Anmeldezeitraum läuft vom 01.03.2016 bis zum 27.03.2016, 23.59 Uhr (MEZ). Ab dem 28.03.2016 bis zum 15.04.2016 erfolgt die finale Zulassung durch die Dozenten! Voraussetzungen Die Studierenden müssen die Basisseminare der Soziologie abgeschlossen haben. Ein Besuch der Basisseminare der Kommunikations- und Medienwissenschaft ist hilfreich, allerdings nicht zwingend. Die Interpretation statistischer Kennzahlen sollte geläufig sein. Leistungsnachweis Beteiligungsnachweis: Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. Abschließende Prüfung: Mündliche Prüfung oder Hausarbeit - es besteht die Möglichkeit einer empirischen Hausarbeit mit aktuellen Daten aus dem Jahr 2015. Soziologie (BA, PO 2011) Ergänzungsfach Die Studierenden müssen die Basisseminare der Soziologie abgeschlossen haben. Ein Besuch der Basisseminare der Kommunikations- und Medienwissenschaft ist hilfreich, allerdings nicht zwingend. Die Interpretation statistischer Kennzahlen sollte geläufig sein. Beteiligungsnachweis: Wird in der Veranstaltung bekannt gegeben. Abschließende Prüfung: Mündliche Prüfung oder Hausarbeit - es besteht die Möglichkeit einer empirischen Hausarbeit mit aktuellen Daten aus dem Jahr 2015. Universität Düsseldorf SoSe 2016 Krause Johannes