Uni-Düsseldorf
14. März 2017Basisseminar Spanisch und Französisch im typologischen Vergleich
Spanisch und Französisch gehören – wie Sie wissen – aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs zu den romanischen Sprachen, diese wiederum bilden eine Untergruppe oder ‘Familie’ innerhalb der indoeuropäischen Sprachen. Doch welche strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen sie auf – in lautlicher,...
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Jetzt Lernplan erstellenSpanisch und Französisch gehören – wie Sie wissen – aufgrund ihres gemeinsamen Ursprungs zu den romanischen Sprachen, diese wiederum bilden eine Untergruppe oder ‘Familie’ innerhalb der indoeuropäischen Sprachen. Doch welche strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen sie auf – in lautlicher, morphologischer und syntaktischer Hinsicht? Und wie sind ihre Charakteristika innerhalb der Gruppe der romanischen Sprachen und im Rahmen eines größer angelegten Vergleichs von Sprachstrukturen weltweit (typologischer Vergleich) zu beurteilen? Eben diesen Fragen soll anhand der Untersuchung spezifischer Merkmale nachgegangen werden. Das Seminar richtet sich damit gleichermaßen an Studierende des Spanischen und des Französischen; Kenntnisse beider Sprachen sind von Vorteil, aber keineswegs zwingend, Kenntnisse weiterer romanischer und nicht-romanischer Sprachen sind willkommen.
Zu Beginn des Seminars werden – anknüpfend an das im Rahmen des Basismoduls erworbene Wissen – zunächst bestimmte im Kontext des Seminars zentrale Grundbegriffe aufgefrischt (etwa genealogisch, typologisch, Sprache, Dialekt, Abstand, Ausbau) und die unterschiedlichen romanischen Sprachen (inklusive Spanisch und Französisch) im Hinblick auf externe Merkmale (Verbreitung, Sprecherzahl, Status u.a.) vorgestellt. Im Anschluss beschäftigen wir uns mit den Grundlagen des typologischen Sprachvergleichs und gehen dann auf unterschiedliche lautliche Charakteristika (z.B. Vokal- und Akzentsystem) sowie morphologische und syntaktische Merkmale ein (etwa Markierung grammatischer Kategorien wie Genus und Numerus, Artikel, Pronomina, Wort- bzw. Satzgliedstellung). Hierbei sollen die Verhältnisse im Spanischen und Französischen vor allem untereinander gegenübergestellt, aber soweit wie möglich auch mit denen anderer romanischer Sprachen kontrastiert werden. Die typologische Betrachtung einzelner Strukturen erfolgt auch unter Rückgriff auf den World Atlas of Language Structures (WALS).
Als vorbereitende und seminarbegleitende Lektüre ist zu empfehlen:
• Bossong, G. (2008): Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung, Hamburg.
• Haase, M. (2012): -Das Spanische aus typologischer und historisch vergleichender Sicht-, in: J. Born et al. (eds.): Handbuch Spanisch: Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis, Berlin, 39-43.
• Koch, P. (22008): -Das Französische in typologischer und historisch vergleichender Sicht-, in: I. Kolboom/Th. Kotschi/ E. Reichel (eds.): Handbuch Französisch. Sprache – Literatur – Kultur – Gesellschaft. Für Studium, Lehre, Praxis, Berlin, 40-62.
• Neumann-Holzschuh, I. (1998): -Kontrastive Untersuchungen III. Französisch und andere Sprachen-, in: G. Holtus/M. Metzeltin/Chr. Schmitt (eds.): Lexikon der romanistischen Linguistik, Band 7, Tübingen: 806-845, insb. Seite 806-809, Seite 813-827.
Wichtige Online-Ressource:
• Dryer, M. S./Haspelmath, M. (eds.) (2013): The World Atlas of Language Structures Online, Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology. (Frei zugänglich unter: http://wals.info)
Voraussetzungen
Teilnahmevoraussetzungen:
• Abschluss des Basismoduls Sprachwissenschaft
• Interesse und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit
Leistungsnachweis
Beteiligungsnachweis/Abschlussprüfung:
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist die aktive Teilnahme am Seminar und ggf. die mündliche Präsentation eines Themas. Die Modulabschlussprüfung erfolgt in Form einer Hausarbeit; in bestimmten Fällen ist eine mündliche Prüfung möglich.
Institut für Romanistik
Teilnahmevoraussetzungen:
• Abschluss des Basismoduls Sprachwissenschaft
• Interesse und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit
Leistungsnachweis
Beteiligungsnachweis/Abschlussprüfung:
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist die aktive Teilnahme am Seminar und ggf. die mündliche Präsentation eines Themas. Die Modulabschlussprüfung erfolgt in Form einer Hausarbeit; in bestimmten Fällen ist eine mündliche Prüfung möglich.
Beteiligungsnachweis/Abschlussprüfung:
Voraussetzung für einen Beteiligungsnachweis ist die aktive Teilnahme am Seminar und ggf. die mündliche Präsentation eines Themas. Die Modulabschlussprüfung erfolgt in Form einer Hausarbeit; in bestimmten Fällen ist eine mündliche Prüfung möglich.
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Dr.
Schwarze Brigitte Alwine Maria