Uni-Kassel
14. März 2017Besprechung Landgräfinnen Wissen und höfische Kultur Hessen im Spätmittelalter nur für Master
Die zentral im Reich gelegene Landgrafschaft Hessen spiegelt im Spätmittelalter auf das Trefflichste die wichtigsten sozialen und kulturellen Entwicklungen der Zeit: Die Residenzstädte Kassel und Marburg wurden prachtvoll ausgebaut. Die Landgrafen regierten zusammen mit ihren Ehefrauen - trotz wiederholter Landesteilungen...
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Jetzt Lernplan erstellenDie zentral im Reich gelegene Landgrafschaft Hessen spiegelt im Spätmittelalter auf das Trefflichste die wichtigsten sozialen und kulturellen Entwicklungen der Zeit: Die Residenzstädte Kassel und Marburg wurden prachtvoll ausgebaut. Die Landgrafen regierten zusammen mit ihren Ehefrauen - trotz wiederholter Landesteilungen und Bruderkämpfe weitgehend erfolgreich. Im Seminar sollen anhand ausgewählter Beispiele die Grundlagen der Landesentwicklung angesprochen werden: der Fürstenhof und die Rolle der Landgräfinnen, die Bedeutung der Städte und deren Entwicklung, die Geschichtsschreibung und ihr Bild von der Vergangenheit, die Versuche Herrschaft kartographisch zu erfassen sowie die Reisen einzelner Hessen in die weite Welt (Jerusalemreisen, Hans von Staden). Dabei sind sowohl die Urteile der Zeitgenossen als auch die Beurteilungen in der Forschung in den Blick zu nehmen. Kleine Exkursionen (nach Wahl) sollen die Sicht der Text- und Bildquellen erweitern.
Ein Schwerpunkt des Seminars wird auf der Erforschung der Landesgeschichte aus der Genderperspektive liegen. Teil des Seminars ist auch ein Vortrags- und Diskussionsabend des hessischen Geschichtsvereins, Abteilung Kassel, am 20. April (Mittwoch) um 19h im Ottoneum zum Thema 'Landesgeschichte aus der Genderperspektive', bei dem Nadine Rudolph M.A. und PD Dr. Otfried Krafft über spätmittelalterliche Landgräfinnen referieren werden.
Das Seminar ist für Masterstudierende konzipiert, die in Verbindung mit dem Kurs über die Ortsgeschichte von Lohfelden Vollmarshausen in Vorbereitung des Jubiläums von 2019 arbeiten können. Ein Aufbauseminar im WiSe 2016/17 wird eine Fortsetzung bieten, um die Ergebnisse ggf. in der Ortsgeschichte, die zum Jubiläum erscheinen soll, zu publizieren.
Das Hauptseminar im Modul 3 (Europa: Vielheit u. Einheit) beginnt am Dienstag 12.04.2016 um 14-16h in Moritzstr. 18, Campus Center, Raum 1118, Seminarraum 5; weitere Sitzungen n.V.
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
SoSe 2016
Europäische Geschichte
Prof. Dr.
Baumgärtner Ingrid