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Uni-Hannover
14. März 2017

Beton

Die Bedeutsamkeit eines Werkstoffes ist keine feste Größe. Am Beispiel des Betons wird deutlich, wie das Material in relativ kurzer Zeit Phasen der Ab- und Aufwertung durchlaufen hat. -In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ‚messianisch‘ positiv besetzt, sank...

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Die Bedeutsamkeit eines Werkstoffes ist keine feste Größe. Am Beispiel des Betons wird deutlich, wie das Material in relativ kurzer Zeit Phasen der Ab- und Aufwertung durchlaufen hat. -In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast ‚messianisch‘ positiv besetzt, sank es wenig später zur populären Metapher für Untugenden wie Menschenverachtung, Borniertheit und Herzlosigkeit herab.- (Thomas Raff, Die Sprache der Materialien, München, 2008, S. 22) Die Betonwirtschaft reagierte darauf erfolgreich mit der Werbekampagne -Beton, es kommt darauf an, was man daraus macht.- In diesem Sinne werden wir im Kurs -Beton +- zunächst Gestaltungsmöglichkeiten, die dieses Material für künstlerische Arbeiten bietet, ausloten und der Frage nachgehen, wie Formideen, Materialität und Verarbeitungstechnik ästhetisch zusammenwirken. Wir beginnen die Arbeit mit handelsüblichem Estrichbeton, um grundsätzliche Erfahrungen mit der Verarbeitung zu machen, bei der in der Regel zunächst ein Negativ der geplanten Form erstellt wird. Darauf aufbauend können eigene Mischungen oder Modifikationen der Fertigprodukte ausprobiert werden. In einer zweiten Arbeitsphase soll ein weiteres Material nach Wahl dazukommen und mit dem Beton und seiner spezifischen Charakteristik eine spannungsreiche Beziehung eingehen. Es wird also am Ende nicht nur darauf ankommen, was man aus dem Beton macht, sondern auch darauf, womit man ihn kombiniert, kontrastiert oder akzentuiert. Madlowski, Klaus, Akademischer Rat Voraussetzung für die Teilnahme für den Studiengang Architektur: Abgeschlossene Grundlagen Künstlerische Gestaltung A/B Universität Hannover SoSe 2016 Architektur, Master of Science Prof. Haas Anette