Uni-Essen
14. März 2017Blockseminar Bilder des Krieges Krieg der Bilder
Inhalte: Im Zeitalter der modernen Massenmedien werden Kriege zusehends als Bilderkriege inszeniert. Kriege finden seither nicht alleine auf Schlachtfeldern statt, sondern ebenfalls in heimischen Wohnstuben (dies zum Teil sogar live). Die Produktion und Verbreitung von Kriegsbildern dient dabei häufig nicht...
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Im Zeitalter der modernen Massenmedien werden Kriege zusehends als Bilderkriege inszeniert. Kriege finden seither nicht alleine auf Schlachtfeldern statt, sondern ebenfalls in heimischen Wohnstuben (dies zum Teil sogar live). Die Produktion und Verbreitung von Kriegsbildern dient dabei häufig nicht alleine dokumentarischen Zwecken. Vielmehr werden Bilder verstärkt selbst als visuelle Kampfmittel in Gebrauch genommen – sei es, um ›gegnerische‹ Kriegsparteien mit visuellen Mitteln zu diffamieren und demoralisieren oder um die ›eigene‹ Seite bzw. Bevölkerung von der ›Richtigkeit‹ und ›Notwendigkeit‹ eines Kriegseinsatzes zu überzeugen. In der jüngeren medien- und kulturwissenschaftlichen Forschung sind Zusammenhänge wie diese zunehmend ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt worden. Dabei wird zumeist der Frage nachgegangen, mit welchen visuellen Strategien Bilder für einen kriegerischen Gebrauch dienstbar gemacht werden. Ausgehend von Kriegsbildern aus dem zweiten Weltkrieg, dem Vietnamkrieg, den beiden Irakkriegen und dem so genannten amerikanischen -war on terror- konzentriert sich das Seminar auf die Bedingungen der Entstehung, Verbreitung und Wirkung etwaiger Kriegsbilder. In diesem Rahmen wird den Bestandteilen einer visuellen Rhetorik des Krieges besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Lernziele:
Die Studierenden werden mit bild- und medienwissenschaftlichen Analysen von Phänomenen der visuellen Kommunikation vertraut gemacht und somit zu einer stärkeren Medienkompetenz geführt. Durch die historische Breite des Seminars wird zudem die geschichtliche Dimension visueller Argumentationsstrategien bewusst gemacht. Darüber hinaus dient das Seminar als Einführung in das geistes- und kulturwissenschaftliche Arbeiten.
Als vorbereitende Lektüre empfohlen: Gerhard Paul (2004): Bilder des Krieges – Krieg der Bilder. Die Visualisierung des Krieges in der Moderne, München: Wilhelm Fink Verlag.
Die für das Seminar vorzubereitende Literatur wird frühzeitig über einen physischen sowie digitalen Semesterapparat zur Verfügung gestellt:
SemApp. Nr. 5; Standort: Duisburg, Fachbibliothek LK; Titel: E3 Halawa
http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-27825/index.msa
Zugangsdaten zum Online-Material werden im Kurs bekannt gegeben.
Institut für Optionale Studien IOS
Diese Veranstaltung ist im fachfremden Modul E3 nicht geeignet für 2-Fach Studierende der Fak. GeiWi.
Für die Teilnahme sind keine besonderen thematischen Vorkenntnisse nötig.
Regelmäßige Teilnahme und entweder Gruppenarbeit in der Zeit zwischen VB+BS mit max. 30-minütiger Gruppenpräsentation (3 Cr.) oder max. 30-minütiges Einzelreferat (3 Cr.). Fakultativ kann zusätzlich entweder ein individuelles Essay (+1 Cr.) oder eine kleine indiv. Hausarbeit (+2 Cr.) angefertigt werden. Nach Vergabe der Referate auch 6-seitiges individuelles Essay (3 Cr.) möglich.
In E3 ist regelmäßige, aktive Teilnahme mit Vor-/Nachbereitung neben dem erfolgreichen Bestehen Voraussetzung zum Scheinerwerb. Geduldet wird eine entschuldigte (!) Fehlzeit von max. 4 SWS bei regulären wöchentlichen Kursen bzw. 3 Std. bei den BS mit einem Umfang von 30 Std.
Universität Duisburg-Essen
WS 2011/12
Bachelor, Bachelor
M.A.
Halawa Mark M.A