Uni-Kassel
14. März 2017Blockseminar Burn out bei LehrerInnen
Achtung: Ein Blockseminartermin musste vom 28.11./29.11. auf 18.12./19.12. verschoben werden !! Achtung: Neue - größere Räume! Sigmund Freud definierte Gesundheit als die Fähigkeit, Lieben und Arbeiten zu können. 100 Jahre später scheint es um die Gesundheit vieler Deutscher - zumindest...
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Jetzt Lernplan erstellenAchtung: Ein Blockseminartermin musste vom 28.11./29.11. auf 18.12./19.12. verschoben werden !!
Achtung: Neue - größere Räume!
Sigmund Freud definierte Gesundheit als die Fähigkeit, Lieben und Arbeiten zu können. 100 Jahre später scheint es um die Gesundheit vieler Deutscher - zumindest was die Arbeitsfähigkeit angeht - nicht zum Besten bestellt zu sein. In einer Umfrage des Gallup-Institutes aus dem Jahr 2006 antworteten nur noch 13 % der Deutschen, engagiert zu arbeiten. 68 % leisteten Dienst nach Vorschrift. 19 % hatten bereits innerlich gekündigt. Arbeit wurde mit Überforderung, Burnout und Unsicherheit assoziiert.
In einer repräsentativen Studie der Techniker Krankenkasse, die kürzlich veröffentlicht wurde, fühlte sich jeder dritte Berufstätige stark erschöpft und ausgebrannt. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre sei die Zahl der Krankschreibungen wegen Burnout um 17 % gestiegen. Etwa ein Drittel aller vorzeitigen Berentungen wegen Erwerbsminderung im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt wegen psychischer Erkrankungen. Der Zeitpunkt des Ausscheidens liegt dabei ca. 13 Jahre vor
dem durchschnittlichen Renteneintritt, der wiederum liegt bei 60 ½ Jahren.
In der Zeit vom 01. Januar 1996 bis zum 31. Dezember 1999 wurden im Freistaat Bayern alle Begutachtungen von beamteten Lehrkräften zur Frage der krankheitsbedingten Dienstunfähigkeit systematisch untersucht: Von den 655 begutachteten Gymnasiallehrkräften waren 65 % Männer und 35
% Frauen. Das mittlere Lebensalter lag für Lehrer bei 58 Jahren, das für Lehrerinnen bei 55 Jahren. Vorangegangene Konflikte am Arbeitsplatz Schule wurden in 12 % der Fälle genannt. Unter den ärztlicherseits gestellten Hauptdiagnosen überwogen psychische/psychosomatische Leiden mit
41 % vor Muskel-Skelett-Krankheiten (mit 14 %) und Herz-Kreislauferkrankungen (mit 12 %). 80 % der Untersuchten wurden als dienstunfähig beurteilt. Unter den maßgeblichen Frühpensionierungsleiden depressive Störungen und Erschöpfungszustände den ersten Rang ein.
Burnout ist keine Diagnose. Dennoch werden wir uns mit Burnout in Verbindung gebrachten Symptomen und Beschwerden, deren Vorbeugung und Behandlung in diesem Seminar befassen.
• Hillert, A. et al.: -Psychosomatische Erkrankungen bei Lehrer/innen- PPmP 49, 375-380, 1999.
• Schmitz, E.: -Brennt wirklich aus, wer entflammt war?- Eine LISREL-Analyse zum Burnout-Prozess bei Sozialberufen. Psychologie in Erziehung und Unterricht 45. S. 129-142, 1998.
• Kretschmann, R. (Hg.): -Stressmanagement für Lehrerinnen und Lehrer-. Beltz-Verlag. Weinheim und Basel. 2000.
Bemerkung
Das Seminar wird für das Profilstudienprogramm -Konfliktberatung für PädagogInnen- anerkannt.
Voraussetzungen
Anmeldung online über den Button belegen/abmelden (HRZ-Account).
Die Zulassung zum Seminar erfolgt vor Semesterbeginn.
Sie erfahren unter -Meine Veranstaltungen-, ob Sie zugelassen oder abgelehnt wurden oder auf der Warteliste stehen.
FB 01 Institut für Erziehungswissenschaft
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Die Zulassung zum Seminar erfolgt vor Semesterbeginn.
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Uni Kassel
WS 2009/2010
Kernstudium
Erziehungswissenschaften
Privatdozent Dr.
Koechel Roland Privatdozent